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Radio Hamburg

Alles muss raus

Schlecker reduziert Ware um 50 Prozent

Ehingen, 08.06.2012
Schlecker Pleite 30 Prozent

Bei der insolventen Drogeriekette Schlecker startet am Freitag (08.06.2012) der Ausverkauf.

Alles muss raus. Bei der insolventen Drogeriekette Schlecker sind die letzten Tage angebrochen. Bis zu 50 Prozent Rabatt gibt es beim Ausverkauf.

Seit Dienstag steht es fest: Die Drogeriemarkt-Kette Schlecker ist Geschichte. Zum Monatsende sollen die noch verbliebenen 13.200 Mitarbeiter ihre Kündigung bekommen, darunter auch 100 Frauen in 30 Filialen in Hamburg. Damit haben durch die Schlecker-Pleite bei uns in der Stadt insgesamt knapp 200 Mitarbeiterinnen ihren Job verloren.

Umschulung der Schlecker-Frauen geplant

Nach dem endgültigen Aus der insolventen Drogeriekette Schlecker suchen Tausende Mitarbeiter eine neue Perspektive. Nach den Vorstellungen von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Arbeitsagentur-Chef Frank-Jürgen Weise könnten die gekündigten Schlecker-Beschäftigten Fachkräftelücken in anderen Branchen füllen. Besonders gesucht würden Erzieher und Altenpfleger. Die Arbeitsagenturen wollten ihnen vollwertige Umschulungen in diese Mangelberufe anbieten, kündigten von der Leyen und Weise am Donnerstag in Berlin an.
In strukturschwachen Räumen könnten viele Schlecker-Frauen keine Anstellung im Handel finden, bei Erziehern oder in der Altenpflege aber sei der Bedarf groß. "Hier müssen wir passgenau qualifizieren", sagte von der Leyen. "Ich will den Frauen Mut zusprechen, einen Neuanfang zu wagen." In verschiedenen Bundesländern protestierten am Donnerstag erneut Hunderte von Schlecker-Mitarbeitern, die Angst um ihre Zukunft haben. Viele fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.

Von der Filialleiterin zur Praktikantin

Nach der Insolvenz der Drogeriekette Schlecker müssen der Arbeitsministerin zufolge etwa 25.000 Beschäftigte - meist Frauen - neue Arbeit suchen. Von den 11.190 in der ersten Welle im Frühjahr Entlassenen seien bislang rund 5.000 in Arbeit oder Fördermaßnahmen vermittelt worden. Weniger als 2500 hätten einen vollwertigen Job angetreten. Das ist keine Zahl, die beruhigt, sie zeigt aber eine gewisse Dynamik", sagte Weise. Viele Schlecker-Beschäftigte hätten wertvolle Berufserfahrung und würden auf dem Arbeitsmarkt gesucht.
Zugleich gebe es im Einzelhandel bei 25.000 offenen Stellen derzeit aber rund 360.000 Arbeitssuchende, betonte Verdi-Chef Frank Bsirske. Viele Schlecker-Frauen seien nach der ersten Kündigungswelle lediglich in unbezahlte Praktika oder Urlaubsvertretungen vermittelt worden. "Es kann nicht sein, dass sie jetzt als billige Arbeitskräfte zur Verfügung stehen", betonte er.

Die Liste aller Schlecker-Filialen, in denen ein Ausverkauf stattfindet, finden Sie hier.

(dpa/aba)