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Radio Hamburg

Griechenland

Zittern vor der Schicksalswahl

RHH - Expired Image

Die Zentralbanken bereiten sich auf eine Verschärfung der Eurokrise vor und pumpen Geld in den Markt.

Der Ausgang der Parlamentswahl in Griechenland könnte zur Nagelprobe für den Euro werden.

Griechenland wählt am Sonntag (17.06.2012) ein neues Parlament. Medien sprechen von einer Schicksalswahl. Denn sollte sich - wie bisherige Prognosen ahnen lassen - das Linksbündnis Syriza durchsetzen, dann wird sich die Eurokrise verschärfen.

Die Reformgegner der Syriza lehnen die Auflagen der internationalen Geldgeber ab, wollen den bisherigen Sparkurs kippen. Im ärgsten Falle könnte Griechenland aus der europäischen Währungsunion austreten und zur Drachme zurückkehren. Das hätte weitreichende Auswirkungen für die Griechen: unerschwingliche Importwaren und Kredite, immense Arbeitslosigkeit und große Armut. "Ein Konkurs wäre wohl nicht abzuwenden“, sagte der Hamburger Wirtschaftsexperte Professor Dr. Karl-Werner Hansmann im Interview mit uns. Was das bedeutet – auch für uns – lesen Sie hier im Detail.

Doch auch international wären die Folgen zu spüren. Darum bereiten die Zentralbanken Medienberichten zufolge schon jetzt Notfallpläne vor und richten sich gemeinsam darauf ein, Milliarden in die Finanzmärkte zu pumpen. Nur so kann eine Kreditklemme (Unternehmen können keine Kredite mehr aufnehmen oder nur zu horrenden Zinsen) verhindert werden, bei der der Geldfluss zusammenbräche - mit fatalen Folgen für Weltwirtschaft und Konjunktur. Außerdem würde beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone stark sinken, die Wirtschaftsleistung von Schwellenländern wie Brasilien oder Südafrika massiv schrumpfen.

Die aktuellen Liquiditäts-Vorbereitungen der Notenbanken führten nach Bekanntwerden zunächst zu Auftrieb an europäischen Börsen. Doch wenn Banken so viel Geld bereitstellen - was ist dann mit Inflation? Der EZB-Präsident Mario Draghi beschwichtigt dahingehende Befürchtungen: „Die Inflationserwartungen bleiben fest verankert und es gibt in keinem Euro-Land ein Inflationsrisiko.“

Das sehen die Griechen anscheinend anders. Sie haben offenbar Angst, dass ihr Geld nach der Wahl in eine neue Währung umgewandelt wird und dadurch massiv an Wert verliert. In dem Versuch, ihre Guthaben in Sicherheit zu bringen, ziehen die Griechen derzeit enorme Summen von den Banken ab. Etwa 500 bis 800 Millionen Euro. Pro Tag. Das könnte zu Liquiditätsproblemen bei den Banken führen. Ein griechischer Bankmanager laut „Bild“-Zeitung: „Wir können das nicht mehr lange durchhalten.“

Hier noch mal die wichtigsten Fragen zur Eurokrise - was Sie wissen müssen.