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Radio Hamburg

Größte US-Bank verzockt sich

JPMorgan Chase setzt 1,5 Milliarden Euro in den Sand

New York, 11.05.2012

JPMorgan Chase, die größte Bank der USA, hat in nur einem Monat 1,5 Milliarden Dollar bei Finanzwetten verzockt.

Die größte US-Bank JPMorgan Chase hat sich kräftig verspekuliert. Das Wall-Street-Institut hat seit Anfang April rund 2 Milliarden Dollar oder umgerechnet 1,5 Milliarden Euro bei riskanten Finanzwetten verloren. Zum Vergleich: Das ist fast eineinhalb Mal so viel, wie die gesamte Beteiligung Hamburgs bei Hapag-Lloyd. JPMorgan hat es in nur einem Monat verspielt.

Anleger persönlich informiert

Bankchef Jamie Dimon sah sich am späten Donnerstag gezwungen, die Anleger persönlich zu informieren. Die Verluste seien selbstverschuldet, sagte er in einer eilig anberaumten Telefonkonferenz. Er sprach von "ungeheuerlichen Fehlern", Schlampereien und falsche Entscheidungen. Derzeit werde untersucht, wie es genau dazu kommen konnte. "Das ist nicht die Art, wie wir unser Geschäft betreiben wollen", erklärte Dimon. Der Bankchef musste einräumen: "Es kann noch schlimmer werden." Denn die Finanzwetten laufen weiter. Die Bank will nicht überhastet aus den Geschäften aussteigen und damit noch größere Verluste riskieren. Für die verantwortliche Sparte der Bank sagte Dimon einen Verlust von 800 Millionen Dollar im laufenden Quartal voraus.

Aktie sofort gefallen

Die Börsianer reagierten geschockt. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um 6 Prozent und zog dabei auch andere Banktitel in den Keller. "Wir werden das lösen", versicherte Dimon. Er lehnte es mehrfach ab, die Details der problematischen Finanzwetten offenzulegen. Derartige Fehlschläge sind die Börsianer von JPMorgan Chase nicht gewohnt. Die New Yorker Bank ist das bestverdienende Kreditinstitut der Vereinigten Staaten und war fast ohne Blessuren durch die Finanzkrise gesteuert. Im ersten Quartal lag der Gewinn unterm Strich bei 5,4 Milliarden Dollar.

(dpa / pne)