Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Flughafen Berlin Brandenburg

Air Berlin will neuen Hauptstadtflughafen verklagen

Berlin, 07.11.2012
airberlin, Air Berlin, Flugzeug, Pressebild, Airbus A330

Air Berlin hatte große Hoffnungen in den Hauptstadtflughafen gesetzt.

Neuer Ärger am künftigen Hauptstadtflughafen: Die Fluggesellschaft Air Berlin will die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg auf Schadenersatz verklagen.

Die Probleme reißen nicht ab: Nach der geplatzten Eröffnung des Hauptstadt-Airports droht den Betreibern nun eine Klage. Air Berlin teilte mit, dass man eine Feststellungsklage beim zuständigen Landgericht Potsdam eingereicht habe. "Wir haben entschieden, unseren Anspruch auf Schadenersatz auf dem Rechtsweg geltend zu machen", erklärte Airline-Chef Hartmut Mehdorn am Dienstag.

Verhandlungen haben bisher nichts gebracht

Zuvor geführte intensive Gespräche hätten für keine der beiden Seiten zu einer akzeptablen Lösung geführt, so das Unternehmen weiter. Nun wolle man den Anspruch auf Schadenersatz gerichtlich feststellen lassen. Air Berlin seien durch die geplatzte Eröffnung erhebliche Schäden entstanden, die im Einzelnen noch nicht beziffert werden könnten, erklärte die Fluggesellschaft. Der zugesicherte Eröffnungstermin am 3. Juni war nicht eingehalten und inzwischen mehrfach verschoben worden. Es gehe bereits heute um geschätzte Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe. Der voraussichtliche Gesamtschaden hänge unter anderem noch vom Winterbetrieb auf dem alten Flughafen Tegel ab.

Air Berlin befindet sich in der Krise

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hatte große Hoffnungen in den Hauptstadtflughafen gesetzt. Das Unternehmen steckt schon länger in einer Krise und hatte erst Mitte Oktober einen verschärften Sparkurs angekündigt. Seit seinem Amtsantritt im Sommer 2011 versucht Air Berlin Chef Hartmut Mehdorn, das Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen."Wir wissen um die Unannehmlichkeiten der Verschiebung, insbesondere für Air Berlin", erklärte der Flughafen-Geschäftsführer Rainer Schwarz. Man werde alles tun, um den Betrieb am Flughafen Tegel so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Hat Air Berlin überhaupt Anspruch auf Schadenersatz?

Geht es nach den Flughafenbetreibern, hat Air Berlin keinen Anspruch auf Schadenersatz, da vertraglich kein fixer Eröffnungstermin vereinbart worden sei. Somit sei die Zahlung von Schadenersatz nicht rechtlich zwingend. Schwarz bekräftigte jedoch, dass "wir weiter darauf setzen, mit der Air Berlin in konstruktiven Gesprächen zu vernünftigen Lösungen zu kommen." Auch andere Unternehmen wie Lufthansa und die Deutsche Bahn haben eine Klage erwogen, sich bisher aber noch nicht entschieden, so die Unternehmen zur Nachrichtenagentur dpa. Durch die verschobene Eröffnung sei der Bahn bereits jetzt ein Schaden von ca. 34 Millionen Euro entstanden, jeden Monat kämen zwei Millionen Euro dazu.

Wer trägt die Kosten?

Im Berliner Abgeordnetenhaus befürchten die Grünen nun, dass die Kosten für das Debakel um den Hauptstadtflughafen am Steuerzahler hängen bleiben könnten. Es müsse geklärt werden, ob die Schadenersatzforderungen durch den Berliner Nachtragshaushalt abgedeckt sein oder noch einmal Millionenausgaben auf den Steuerzahler zukämen. Derzeit ist die Eröffnung des Flughafens für den  27. Oktober 2013 geplant.

 

(mag/dpa)