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Radio Hamburg

Keine Winterpause

Abschaltverbot für bestimmte Kraftwerke

Hamburg, 17.10.2012

Um die Stromversorgung nicht zu gefährden, verbietet die Bundesregierung das Abschalten bestimmter Kraftwerke.

Keine Winterpause für bestimmte Kraftwerke. Das zumindest fordert die Bundesregierung, um großflächige Stromausfälle im Winter zu vermeiden. Das Kabinett beschloss, dass unrentabel gewordene Gas- oder Kohlekraftwerke notfalls zum Weiterbetrieb gezwungen werden können. Die Betreiber sollen dafür Entschädigung bekommen, die voraussichtlich auf den Strompreis aufgeschlagen werden. "Die Versorgungssicherheit in Deutschland hat absolute Priorität", so Wirtschaftsminister Rösler (FDP).

Die Kosten für die Stromkunden erhöhen sich nur leicht. Ein Durchschnittshaushalt muss in etwa 1,55 Euro im Jahr mehr bezahlen. Die Energieversorger trifft es dafür umso härter. Denn sie können in Zukunft nicht mehr selbst entscheiden, welches Kraftwerk sie stilllegen wollen. Bis März 2013 listet die Bundesnetzagentur alle besonders wichtigen Gas- und Kohlekraftwerke auf. Wenn eine dieser Anlagen stillgelegt würde, könnte die Stromversorgung im Winter zusammenbrechen. In diesen Fällen würde die Netzagentur eingreifen und das Abschalten gegebenenfalls verhindern.

(rbö)