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Radio Hamburg

Altersarmut in Deutschland

Warum reicht die Rente nicht?

RHH - Expired Image

Die Zahl der alten Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, wächst in Deutschland stetig.

Immer mehr Rentner leben in Deutschland unterhalb der Armutsgrenze. Und dieses Problem wird sich weiter verstärken. Aber weshalb reicht unsere Rente nicht?

Wer ab dem Jahr 2030 in Rente geht, soll nur noch 43 Prozent seines früheren Nettoeinkommens bekommen. Für Millionen Deutsche bedeutet das möglicherweise ein Leben unterhalb der so genannten Grundsicherungsgrenze. Hintergrund sind die Rentenreformen: Das Rentenniveau soll bis 2030 auf 43 Prozent des Nettolohns sinken.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) warnt, dass alle, die unter 2500 Euro verdienten und keine private Vorsorge haben, "mit dem Tag des Renteneintritts den Gang zum Sozialamt antreten" müssten und will daher Zuschüsse für Bezieher geringer Renten einführen. Ihre Kritiker lehnen das ab und warnen ihrerseits vor einer weiteren Belastung der Beitragszahler.

Christina Wilke vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut, die bis 2030 geplante Absenkung des Rentenniveaus ist doch von der Politik beschlossen worden. Jetzt warnen Politiker vor einer Altersarmut, die sie uns selbst eingebrockt haben. Wollen die uns für dumm verkaufen?

"Nein, also das kann man so nicht sagen. Letzen Endes ist sicherlich nicht ein Fehler der Rentenpolitik, dass wir jetzt über Altersarmut sprechen. Die Politik in den letzten 10 Jahren war ja durchaus vernünftig. Es ist ja nun mal so, dass wir immer mehr Ältere haben, die immer weniger Jüngeren gegenüberstehen und dadurch eben Herausforderungen für die Sozialversicherungssysteme entstehen", so Christina Wilke.

Wir haben in den vergangenen Jahren die Rentenbeiträge erhöht, das Rentenniveau gesenkt und die Lebensarbeitszeit verlängert. Warum reicht das alles trotzdem nicht?

"Das kommt von den unterbrochenen Erwerbsbiografien, die wir immer mehr auf dem Arbeitsmarkt beobachten können. Und da ist es natürlich auch so, dass wir auf dem Arbeitsmarkt beziehungsweise bei der Bildung ansetzen müssen. Altersarmut insgesamt ist an und für sich auch ein gesamtgesellschaftliches Problem, dem wir uns stellen müssen. Es ist da, das Problem wird es in Zukunft immer mehr geben. Aber dies zu lösen, obliegt eben nicht der Rentenversicherung, sondern letztlich unserem Steuersystem, weil es eine gesamtwirtschaftliche Aufgabe ist", so Christina Wilke vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut.

Also ein "Nein" zur Ursula von der Leyens Forderung nach Rentenzuschüssen aus der Rentenkassen.