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Radio Hamburg

Ökostrom-Umlage

Super-Sommer treibt die Strompreise hoch

Hamburg/Berlin, 09.08.2013
WEMIO Ökostrom und Erdgas

Wie teuer wird der Strom 2014? Spürbare Steigerungen sind laut Berichten absehbar. Schuld soll auch der viele Sonnenstrom sein.

Der Super-Sommer treibt die Strompreise hoch. Diese Meldung hat die Freude über das schöne Wetter bei manchen wohl etwas getrübt.

Das sonnige Sommerwetter hat möglicherweise einen bitteren Beigeschmack. Und zwar für den Geldbeutel der Verbraucher. Derzeit wird wird sehr viel Solarstrom produziert und das kann den Strompreis in Zukunft in die Höhe treiben. Nämlich über die EEG-Umlage, auch als Öko-Umlage bekannt.

Zurzeit ist also viel subventionierter Ökostrom in den Netzen. Für den zahlen die Konzerne eine Subvention in Form der Öko-Umlage - und diese Ökostrom-Umlage stellen sie dann letztlich wieder dem Verbraucher in Rechnung.

Senkung der Ökostrom-Umlage gefordert

Angesichts dieses erwarteten deutlichen Strompreisanstiegs fordern die Grünen Schritte zur Senkung der Ökostrom-Umlage. Seit längerem wird ein Anstieg der EEG-Umlage und somit des Strompreises befürchtet. Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" könnte die Umlage 2014 um ein Drittel auf mindestens 7 Cent je Kilowattstunde steigen. Bei einem Haushalt mit durchschnittlichem Jahresverbrauch würde dies dem Blatt zufolge mit 70 Euro zu Buche schlagen. Laut "Bild"-Zeitung könnte die Umlage nach einer Kosten-Simulation der Bundesregierung von derzeit 5,3 Cent auf 6,2 Cent pro Kilowattstunde steigen.

Überangebot an Kohlestrom

Hintergrund sei auch der sehr sonnige Juli und somit ein Einspeiserekord bei Photovoltaik. Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin forderte am Donnerstag, die Produktion des derzeit massiv ins Netz geleiteten, schmutzigen Kohlestroms zu verteuern, um die Umlage zu senken. Nötig sei eine angemessene CO2-Abgabe. Denn neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien sei das derzeitige Überangebot an Kohlestrom für den Druck auf die EEG-Umlage verantwortlich, sagte er bei der Vorstellung eines Fahrplans zur Energiewende in Berlin. Hintergrund: Durch ein großes Angebot an Strom sinkt der Börsenstrompreis - und im Gegenzug steigt die Umlage. Denn die Anbieter bekommen feste Sätze.

Strompreisbremse gescheitert

Verhandlungen über eine Strompreisbremse zwischen Regierung und Opposition sowie Bund und Ländern waren gescheitert. Alle Parteien wollen die EEG-Umlage nach der Bundestagswahl reformieren. Die Bundesregierung verweigere sich bewusst den nötigen Schritten in Deutschland sowie auf EU-Ebene, so die Grünen. Ohne Deutschlands Blockadehaltung könnte der Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten wiederbelebt werden, sagte Oliver Krischer, Fraktionssprecher für Energiewirtschaft.

Wettbewerb zwischen den Stromanbietern steigern

Union und vor allem FDP wollten die Energiewende aber hintertreiben und Kohlekraftwerke und Kohleabbau in Deutschland schützen. Trittin unterstellte der Regierung folgendes Motiv: "Die Investments sollen sich rentieren." Wenn der Börsenstrompreis niedrig sei, müsse dies zudem an die Verbraucher weitergegeben werden, forderten Trittin und Krischer. Dazu müsse der Wettbewerb zwischen den Stromanbietern gesteigert werden. Der Bundesregierung werfen die Grünen zudem vor, für riesige Subventionen an die Industrie beim Strompreis zulasten der kleinen Verbraucher verantwortlich zu sein. So sei die Umlagebefreiung längst zu einer Subventionsmaschine für die Agrarindustrie geworden, kritisierte Trittin. (dpa/apr)

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