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Radio Hamburg

Debakel um Hauptstadtflughafen BER

Wowereit gibt Aufsichtsratsvorsitz ab

Berlin, 07.01.2012
Klaus Wowereit, SPD, Berlin, Landtagswahl, Hauptstadt, Getty Images

Der Hauptstadtflughafen wird auch nicht im Oktober 2013 eröffnet werden. Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit zieht die Konsequenzen und tritt vom Amt als Aufsichtsratsvorsitzender zurück.

Nach dem die Eröffnung des neuen Hauptstadflughafen BER erneut verschoben wurde, gibt Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit den Aufsichtsratsvorsitz ab.

Der Eröffnungstermin für den neuen Berliner Flughafen ist erneut geplatzt. Das Prestigeprojekt in Schönefeld bei Berlin kann nicht wie zuletzt geplant am 27. Oktober in Betrieb gehen. Das wurde der Nachrichtenagentur dpa am Sonntagabend aus mehreren zuverlässigen Quellen bestätigt. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf interne Unterlagen über die Absage berichtet, die Zeitung "B.Z." erhielt eine Bestätigung aus Kreisen des Flughafen-Aufsichtsrats.

Ein Sprecher der Flughafengesellschaft wollte am Sonntag keine Stellung nehmen.

Aller guten Dinge sind vier

Der Eröffnungstermin für den Flughafen Berlin Brandenburg wurde bislang dreimal um insgesamt zwei Jahre verschoben. Grund ist die komplexe Brandschutzanlage, die nicht rechtzeitig fertig wurde und bis heute nicht funktioniert. Mit der abermaligen Verschiebung gerät auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) unter Druck.

Wowereit tritt vom Aufsichtsratsvorsitz zurück

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit gibt angesichts des Debakels um den Hauptstadtflughafen den Aufsichtsratsvorsitz der Betreibergesellschaft ab. Nachfolger wird Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), der bereits Mitglied im Aufsichtsrat ist. Auf einer vorgezogenen Sitzung des Kontrollgremiums am 16. Januar solle zudem "die Neuordnung der Geschäftsführung" auf der Tagesordnung stehen, wie Wowereit sagte.

Jetzt 4,3 statt wie geplant 2 Milliarden Euro

Der neue Flughafen soll die alten Airports in Tegel und Schönefeld ersetzen. Er wird nach jüngster Kalkulation mindestens 4,3 Milliarden Euro kosten, mehr als doppelt so viel wie anfangs angegeben. Offiziell muss der Aufsichtsrat die neuerliche Absage beschließen. "Bild.de" zitierte am Sonntag aus einem Vermerk einer an dem Projekt beteiligten Baufirma. Danach habe die Flughafengesellschaft am 18. Dezember 2012 "die Gesellschafter und die anwesenden Firmenvertreter (...) über die Terminabsage" informiert. Bei einer vertraulichen Besprechung im Besucherzentrum des künftigen Airports an diesem Tag habe Technikchef Horst Amann eine Eröffnung 2013 ausgeschlossen. Hauptproblem sei, dass beim Brandschutz abweichend von der Baugenehmigung gebaut worden sei.

Problemzone Brandschutzanlage

Dem Vernehmen nach fehlen nach wie vor Planungsunterlagen für den Weiterbau der Entrauchungsanlage im Terminal. Deshalb hätten die Bauarbeiten nicht wie geplant Mitte November in vollem Umfang wiederaufgenommen werden können. Am 18. Dezember hatte sich Technikchef Amann mit Vertretern von Unternehmen getroffen, die die Brandschutzanlage installieren. Aus
Teilnehmerkreisen verlautete anschließend, der geplante Eröffnungstermin am 27. Oktober könne eingehalten werden. Es bleibe aber bei den bekannten Risiken. Die "Bild"-Zeitung berichtet dagegen, Amann habe bei der Besprechung einen Termin frühestens 2014 in Aussicht gestellt. Die etwa zehn Teilnehmer der Runde hätten sich darauf geeinigt, die erneut notwendige Terminverschiebung erst einmal nicht öffentlich zu machen.

Zum komplexen Brandschutzsystem im Flughafengebäude gehören eine Entrauchungsanlage, die Brandmeldeanlage, ein Warnsystem für Notfälle, die Steuerung der Türen bei einer Evakuierung des Gebäudes sowie die Sprinkleranlage zum automatischen Löschen.

(dpa/aba)

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