Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Volksentscheid in der Schweiz

Schweizer stimmen für Manager-Vergütungs-Gesetz

Bern, 03.03.2013

Das Volk hat gesprochen: 68 Prozent der Schweizer, die sich am Sonntag an der Wahl beteiligt haben, stimmen für ein Gesetz, das allzu üppige Manager-Vergütungen kappt.

Überzogene Millionenvergütungen für Spitzenmanager sollen in der Schweiz bald der Vergangenheit angehören. Dafür müssen Regierung und Parlament nach dem Willen des Volkes nun eine gesetzliche Grundlage schaffen.

Volksinitiative "gegen Abzockerei"

Für die entsprechende Volksinitiative "gegen Abzockerei" stimmten am Sonntag bei einem Referendum laut Hochrechnung 68 Prozent der Teilnehmer. Das berichtete das Schweizer Fernsehen SRF unter Berufung auf das damit beauftragte Forschungsinstitut gfs.bern.

Die vor mehr als fünf Jahren von dem mittelständischen Unternehmer und parteilosen Abgeordneten Thomas Minder eingebrachte Initiative "gegen die Abzockerei" zielt darauf ab, Exzesse bei Bonus-Zahlungen, Abfindungen und Gehältern für Manager börsennotierter Unternehmen durch die Stärkung der Aktionärsrechte zu unterbinden. Über die Höhe von Managervergütungen sollen die Aktionäre künftig jährlich entscheiden.

Gelbußen und Gefängnisstrafen für Verstöße

Sondervergütungen wie Abgangsabfindungen oder Begrüßungsgelder für Spitzenmanager in Millionenhöhe sollen gänzlich verboten werden. Verstöße gegen entsprechende gesetzliche Regelungen sollen mit bis zu drei Jahren Gefängnis und hohen Geldbußen bestraft werden können.

"Eine praxistaugliche Umsetzung sicherstellen"

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, der die Initiative mit einer millionenteuren Kampagne bekämpft hatte, bedauerte deren Annahme. Zugleich versicherte der Verband aber in einer Mitteilung, der Wille des Volkes werde "selbstverständlich" respektiert. "Es geht jetzt darum eine praxistaugliche Umsetzung sicherzustellen.

Der Wirtschaftsdachverband wird sich konstruktiv in die Ausarbeitung der Ausführungsverordnung und in die konkrete gesetzliche Umsetzung einbringen", erklärte Economiesuisse-Direktor Pascal Gentinetta.

(dpa/pne)