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Radio Hamburg

Erfolg der Euro-Rettung

Irland kann Rettungsschirm verlassen

Dublin, 13.10.2013
RHH - Expired Image

Irland hat es geschafft. Das Land will am 15. Dezember offiziell des EU-Rettungsschirm verlassen und nie wieder zurückkehren.

Die Regierung in Irland hat sich ein Datum für den Ausstieg aus dem Euro-Rettungsschirm gesetzt. Am 15. Dezember soll es soweit sein.

Es ist eine erste Erfolgsgeschichte der Euro-Rettung: Irland wird nach Angaben von Ministerpräsident Enda Kenny ab Mitte Dezember nicht mehr auf den EU-Rettungsschirm angewiesen sein und will auch künftig auf Hilfskredite verzichten.

Notstand vorüber

Damit sei die "wirtschaftliche Notstandssituation" in seinem Land vorüber, sagte Kenny auf einem Treffen der regierenden Fine Gael Partei. Gleichzeitig wies er auf einen weiterhin schwierigen Weg für sein Land hin. Die Regierung will am Dienstag (15.10.) ihren Haushalt für 2014 vorlegen. "Ich kann bestätigen, dass Irland bereit ist, den Rettungsschirm von EU und Internationalem Währungsfonds am 15. Dezember zu verlassen", sagte Kenny laut BBC am Samstagabend in Limerick. "Und wir werden nicht zurückkehren", fügte er hinzu. Das bedeute aber nicht, dass die finanziellen Schwierigkeiten vorüber seien. Dem Land stünden noch unsichere Zeiten bevor.

Selbstfinanzierung wieder möglich

Zuletzt hatte es noch als unsicher gegolten, ob Irland 2014 wirklich ohne neue Hilfskredite auskommen will. Die Ankündigung Kennys bedeutet, dass Irland ab dem 15. Dezember wieder selbst Schulden an den Kapitalmärkten aufnehmen wird. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hatte dem Land bereits Unterstützung in Aussicht gestellt, wenn es sich wieder selbst finanzieren muss.

Weitere heftige Einsparungen

Irland hatte im September nach drei Quartalen des wirtschaftlichen Minus die Rezession verlassen. Für den Haushalt 2014 sind allerdings weitere heftige Einsparungen sowie Steuererhöhungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro geplant. Irland steckt seit der Finanzkrise 2008 in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Der einstige "Keltische Tiger" musste 2010 als erstes Land mit 67,5 Milliarden Euro aus dem offiziellen Rettungsschirm von EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds gerettet werden. Insgesamt beläuft sich das Volumen auf 85 Milliarden Euro, von denen Irland 17,5 Milliarden Euro selbst aufbringen musste.

(dpa/fbu)

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