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Radio Hamburg

Premiere im Vatikan

Bank veröffentlicht erste Bilanz

Rom, 02.10.2013
RHH - Expired Image

Lange Zeit wurde ein großes Geheimnis aus den Bankgeschäften des Vatikan gemacht. Jetzt wurde die erste Bilanz veröffentlicht.

Die Bilanz der Vatikanbank kann sich sehen lassen: Das skandalträchtige Institut vervierfachte seinen Gewinn im vergangenen Jahr.

Erstmals hat das Institut seine Zahlen veröffentlicht. Im vergangenen Jahr vervierfachte das Geldhaus seinen Gewinn auf 86,6 Millionen Euro. Die enorme Steigerung zum Vorjahr hänge mit der Entwicklung bei Staatsanleihen zusammen.

Plötzliche Transparenz

Von dem Gewinn im Jahr 2012 flossen 54,7 Millionen Euro in den Haushalt des Vatikans. Die Vatikanbank verwaltet ein Vermögen von 6,3 Milliarden Euro, das im Vergleich zum Vorjahr etwa gleichgeblieben ist. Die Kundenzahl hat sich um einige tausend auf rund 18 900 verringert, da inaktive Konten geschlossen wurden. Als Teil der neuen Transparenzoffensive werden seit Mai alle Kunden überprüft.

Bankchef will ein gutes Image

Bankchef Freyberg hat sich als Ziel gesetzt, das Bankinstitut aus den Schlagzeilen zu bringen. Freyberg steht seit März 2013 an der Spitze der Vatikanbank und hat einen radikalen Kurs gegen Korruption, Skandale und Geldwäsche eingeschlagen, um den Ruf des Instituts zu verbessern. Zudem hatte Papst Franziskus im Juni eine Kommission ins Leben gerufen, die die Geschäfte des Instituts beobachten und bewerten soll. Italienischen Medienberichten zufolge soll das Geldhaus wegen des Verdachts auf Geldwäsche die Konten von vier Botschaften geschlossen haben. Bei den Konten der Vertretungen der Länder Syrien, Iran, Irak und Indonesien seien hohe Bargeld-Summen abgehoben worden.

Verwicklungen mit der Mafia

In der Vergangenheit schien es so, als würde der letzte Präsident Ettore Gotti Tedeschi, der im Mai 2012 zurückgetreten ist, die Geheimniskrämerei um die Bankgeschäfte noch zu genießen. Für besonders Aufsehen sorgte in der Vergangenheit die Verwicklungen mit mafiösen Bankern in den Siebziger und Achtziger Jahren. Der frühere Geschäftspartner Roberto Calvi versuchte mit Hilfe der Vatikanbank internationale Glaubwürdigkeit zu schaffen und endete dann aufgehängt an einer Londoner Themsebrücke. Immer wieder war die Vatikanbank in Skandale verwickelt, häufig ging es um Gelder, die angeblich im Vatikan gewaschen wurden.

(dpa/fbu)

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