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Radio Hamburg

Potsdam

Einigung im Tarifstreik des Öffentlichen Dienstes

Potsdam, 01.04.2014
Streik, Verdi

Einigung im Tarifstreik. Drei Prozent mehr Geld für Angestellte von Bund und Kommunen.

Arbeitgeber und Gewerkschaften einigten sich im Tarifstreik des Öffentlichen Dienstes. 

Die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen bekommen rückwirkend zum 1. März 3 Prozent mehr Geld. Im kommenden Jahr sollen die Gehälter nochmals um 2,4 Prozent steigen.

Einigung erzielt

Darauf einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften am Dienstag in Potsdam. Die Tarifkommissionen beider Seiten stimmten diesem zuvor von den Verhandlungsführern erzielten Kompromiss zu. Besonders deutlich sollen die Gehälter von Geringverdienern angehoben werden. Ihre Bezüge werden monatlich um mindestens 90 Euro monatlich steigen. Für die untersten Einkommensgruppen bedeutet dies ein Plus von bis zu 7,6 Prozent.

Verdi und der dbb-Beamtenbund hatten einen Sockelbetrag von 100 Euro und zusätzlich 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt erfordert. Zugleich ging es ihnen um einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen pro Jahr und Verbesserungen für Auszubildende. Die Arbeitgeber hatten in den ersten beiden Verhandlungsrunden kein konkretes Angebot vorgelegt.

Einigung zeichnete sich ab

Schon zu Beginn der für zwei Tage anberaumten dritten Gesprächsrunde hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften zuversichtlich gezeigt, zu einem Tarifabschluss zu kommen. Der Verhandlungsführer des dbb-Beamtenbundes, Willi Russ, verwies auf die verbesserte Kassenlage der öffentlichen Hand. Dies schaffe Raum für deutliche Einkommenszuwächse. Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, hatte sich im Deutschlandfunk ebenfalls optimistisch gezeigt.

Einigungen in 2013

Für den öffentlichen Dienst der Länder war im März 2013 ein Abschluss erzielt worden, ebenfalls in der dritten Verhandlungsrunde. Danach gab es rückwirkend ein Plus von 2,65 Prozent ab Januar 2013 und weitere 2,95 Prozent für 2014. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre. Keine Tarifregelung gab es für Lehrer.

(dpa/kru)

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