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Radio Hamburg

Geldflut

Was kostet die EZB-Entscheidung?

Hamburg, 23.01.2015
RHH - Expired Image

Die EZB (Sitz Frankfurt/Main) pumpt 60 Milliarden Euro in den Wirtschaftskreislauf.

Wir haben mit Henning Vöpel vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut gesprochen, was 60 Millioarden Euro extra für die Wirtschaft bedeuten.

An den deutschen Börsen hat es einen ordentlichen Kurssprung nach oben gegeben. Aber viele deutsche Wirtschaftsexperten schütteln den Kopf über die Europäische Zentralbank (EZB), die am Donnerstag (22.01.) eine Geldflut angekündigt hat. Pro Monat will sie in den kommenden anderthalb Jahren 60 Milliarden Euro in den Geldkreislauf pumpen, also Schuldscheine von Euro-Krisen-Ländern und Unternehmen kaufen, damit möglichst viel Geld auf dem Markt ist. Das soll uns vor einem Wirtschaftsabschwung, einer Deflation, schützen.
Wir haben mit Henning Vöpel vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut dazu gesprochen.

Was bedeutet das für uns Bürger, insbesondere die deutschen Steuerzahler? 

"Das heißt die Zinsen bleiben auf zwei drei Jahre noch sehr niedrig und das bedeutet für Sparer, dass die Erträge der Ersparnis gering bleiben. Für Steuerzahler kann das bedeuten, dass die EZB jetzt auch Risiken, nämlich Ausfallrisiken, aufkauft und dafür würde dann auch im Zweifelsfall der deutsche Steuerzahler bereitstehen."

Ist das aus ihrer Sicht der richtige Weg, um die Krise in zahlreichen Ländern des Euroraums in den Griff zu bekommen?

"Wir sehen das bislang die Maßnahmen der EZB relativ wirkungslos gewesen sind. Die Konjunktur in der Eurozone anzukurbeln, die Deflation, die Stagnation aufzuheben. Man will mit noch mehr Geld die Wirtschaft ankurbeln. Es bleibt zweifelhaft, ob der neue Schritt tatsächlich wirksam ist und zudem wird vielfach bezweifelt, ob die EZB damit nicht ihr eigentliches Mandat überschreitet. Dieses sieht vor, dass die EZB eben keine Staatsanleihen kaufen kann, weil das eben einen direkten Staatsfinanzierung gleich käme."

(tr/aba)

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