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Radio Hamburg

VW sucht nach Lösung

Eintauschprämie statt Nachbesserung

Wolfsburg, 25.10.2015
VW, Volkswagen

Der VW-Konzern erwägt für die Rückrufaktion der 2,4 Millionen Diesel hierzulande auch Eintauschprämien als Alternative zur Nachbesserung.

Mit den Rückrufen in der Abgas-Affäre rollt eine Riesenwelle auf die VW-Werkstätten zu. VW hat aber schon eine Idee parat, mit der sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnten.

Eintauschprämie statt Nachbesserung

Der VW-Konzern erwägt für die Rückrufaktion der 2,4 Millionen Diesel hierzulande auch Eintauschprämien als Alternative zur Nachbesserung. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Konzerns und der Volkswagen-Partner. Bei der Idee, wonach VW die Wagen in Zahlung nehmen und gleichzeitig zusätzliche Anreize für einen Neuwagenkauf setzen könnte, stehen vor allem die betroffenen Motoren mit 1,6 Liter Hubraum im Fokus. Bei dem Aggregat reicht nicht nur ein Softwareupdate aus, sondern es muss auch neue Technik her - mit entsprechenden Kosten für die Bauteile und die Arbeitsstunden.

Beförderungsstopp dementiert

Der VW-Betriebsrat wies unterdessen einen Medienbericht über einen angeblich schon beschlossenen Beförderungsstopp zurück. "Hier handelt es sich um einseitige Vorstellungen des Vorstands, die wir so nicht akzeptieren werden. Das haben wir Freitag mit dem Personalwesen
besprochen", sagte der VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh am Samstag. Zuvor hatte das "Manager Magazin" berichtet, dass es der Betriebsrat schon abgesegnet habe, bei der VW-Kernmarke 2016 auf Beförderungen zu verzichten. Dem trat Osterloh nun entgegen.

Vorteile bei Neukauf

VW-Kunden könnten vor allem bei Dieseln mit einer sehr hohen Laufleistung von einem eventuellen Eintausch profitieren, falls sie ohnehin mit einem Neukauf liebäugeln und VW sich großzügig bei der Restwertberechnung zeigt. "Entschieden ist da aber noch nichts, das ist alles noch im Fluss", sagte ein Insider. Die Überlegungen seien aber "mehr als ein Gedankenspiel". Völlig unklar sei noch, ob allen Kunden die Eintauschprämie als Alternative angeboten werden müsste oder ob sich dabei Grenzen ziehen ließen zwischen den infrage kommenden Hubräumen und Baujahren.

Größte Rückrufaktion Europas

Eine VW-Sprecher sagte nur, es sei "tägliches Geschäft", dass der Konzern und die Händler über Angebote für Bestandskunden nachdächten. In der Abgas-Affäre hatte VW eingeräumt, millionenfach Dieselwagen mit einer Software ausgestattet zu haben, die den Schadstoffausstoß
auf Prüfständen der Behörden manipuliert. Die 8,5 Millionen Diesel, die nun in Europa zur Werkstatt müssen, sind laut Experten für den Kontinent der größte Rückruf überhaupt - und für VW sowieso. Neben VW-Pkw sind Audi, Seat, Skoda und die VW-Nutzfahrzeuge betroffen. Die
ersten Wagen sollen von Januar nächsten Jahres an in die Werkstatt.

Streifenwagen der Polizei auch betroffen

In vielen Bundesländern muss sich auch die Polizei wegen der Diesel-Affäre auf tausendfache Rückrufe ihrer VW-Streifenwagen einstellen - die Sicherheit soll unter der Aktion aber nicht leiden. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Innenministerien und Behörden ergab, sind fast überall große Teile des Fuhrparks von den Anfang 2016 bevorstehenden Nachrüstungen bei Abgas-Software oder Umbauten an Motoren und Katalysatoren betroffen.

Tausende Anfragen an ADAC 

Der millionenfache Rückruf wegen des Abgas-Skandals bei VW sorgt unterdessen beim ADAC für eine Welle von Anfragen. Alleine in diesem Monat dürften sich mehrere tausend VW-Kunden mit technischen und rechtlichen Fragen an den Automobilclub wenden, sagte ADAC-Rechtsexperte Klaus Heimgärtner der Deutschen Presse-Agentur in München. Den Haltern betroffener Fahrzeuge riet Heimgärtner, dem anstehenden Ruf in die Werkstätten zu folgen. Sie müssten sich darüber klar sein, dass ihre Autos nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprächen. "Dafür steht man als Eigentümer zunächst einmal gerade", sagte Heimgärtner.

(dpa/kru)

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