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Radio Hamburg

VW Abgas-Manipulation

Video-Statement von Winterkorn

Hamburg, 22.09.2015
RHH - Expired Image

Der Auto Club Europa befürchtet, dass auch in Europa, die CO2 Werte bei Autos geschönt werden.

Der Skandal um manipulierte VW-Dieselautos in den USA hat die Autobranche aufgeschreckt. Winterkorn sagte in einem Video-Statement, dass er nicht zurücktreten wird.

Im Skandal um manipulierte Abgas-Werte muss Volkswagen neben hohen Strafen durch die US-Umweltbehörde und dem massiven Image-Schaden jetzt auch mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, meldet der Finanzdienst Bloomberg. Unterdessen hat hier in Deutschland Verkehrsminister Dobrindt Nachkontrollen von Diesel-Fahrzeugen angeordnet. Am Mittwoch (23.09.) will sich das VW-Aufsichtsratspräsidium treffen, um - wie es heißt - über das weitere Vorgehen zu beraten.

Winterkorns Video-Statement

Der wegen des Abgas-Skandals in den USA massiv unter Druck geratene VW-Chef Martin Winterkorn will seinen Posten an der Konzernspitze nicht aufgeben. Es wäre falsch, "wenn wegen der schlimmen Fehler einiger weniger die harte und ehrliche Arbeit von 600.000 Menschen unter Generalverdacht gerät", sagte Winterkorn am Dienstag in einem von Volkswagen veröffentlichten Video-Statement. "Das hat unsere Mannschaft nicht verdient. Auch deshalb bitten wir, bitte ich, um Ihr Vertrauen auf unserem weiteren Weg", sagte er an die Adresse von Kunden, Behörden und Öffentlichkeit. "Wir klären das auf", betonte der 68-Jährige.

Auto Club Europa erhebt schwere Vorwürfe

Noch betrifft die Affäre um Manipulationen an VW-Dieselautos nur die USA - nach Einschätzung des Auto Club Europa (ACE) könnte sich dies aber ändern. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Hersteller auch hierzulande spezielle Software nur für die Abgastests einsetzen, um die Klimabilanz zu beschönigen", sagte ACE-Sprecher Klaus-Michael Schaal. Das habe mit den tatsächlichen Abgaswerten des Autos im Alltagsverkehr aber rein gar nichts mehr zu tun. "Das ist systematische Verbrauchertäuschung, die weit verbreitet ist und schon lange praktiziert wird."

Tricks zur Verbrauchertäuschung

Der ACE bezieht sich mit seinen Vorwürfen auf eigene Studien. Nach dem ADAC ist die Organisation nach eigenen Angaben mit rund 600.000 Mitgliedern der zweitgrößte Automobilclub in Deutschland. Nach Darstellung des Sprechers ist das komplette Prüfsystem für Verbrauchs- und Abgaswerte bei Autos problematisch. Schließlich könnten die Hersteller für die Messwert-Tests unter Laborbedingungen etwa Reifen mit extrem niedrigem Rollwiderstand nutzen oder den Luftdruck so weit erhöhen, wie man dies in der Realität nie tun würde. Solche Tricks seien zwar nicht illegal - aber sie fielen letztlich in einen Graubereich und seien realitätsfern.

"Für Kunden ist das eine Mogelpackung, schließlich ärgern die sich dann beispielsweise über einen Verbrauch von sechs Litern pro 100 Kilometer anstatt wie vom Hersteller angegeben nur 4,5 Litern." Er appellierte an die Hersteller, solche Tricks endlich aufzugeben. Die automatischen Softwareprogramme wiederum seien "ganz klar Täuschung", sagte Schaal. Hierbei erkennt der Bordcomputer, wenn der Motor nur unter Laborbedingungen läuft. Dann schaltet er in einen Spritspar-Modus für möglichst niedrige Abgaswerte um.

(dpa/aba)

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