Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Akuter Platzmangel

Kommen Flüchtlinge bald im Hafen unter?

Hamburg, 25.07.2015
Hafenpanorama Containerterminal Container Mai 2014

Möglicherweise entstehen bald im Hafengebiet neue Flüchtlingsunterkünfte.

Angesichts der weiter steigenden Flüchtlingszahlen in Hamburg sollen jetzt auch Unterkünfte im Hafen entstehen. Damit scheint die bisherige Flüchtlingsstrategie Geschichte.

Täglich erreichen 200 bis 300 Flüchtlinge die Hansestadt, die verzweifelt auf der Suche nach geeigneten Flächen ist, um die wachsende Zahl von Hilfesuchenden in menschenwürdigen Unterkünften unterzubringen. Erst am Mittwoch (22.07) wurde bekannt, dass die Behörden kurzfristig neue Flüchtlingsunterkünfte in Bergedorf und Eimsbüttel errichten werden. Nun plant der Senat laut eines "Abendblatt"-Berichts Flüchtlinge auch im Gebiet des Hamburger Hafens unterzubringen, was die verzweifelte Situation der Stadt auf der Suche nach geeigneten Flächen mehr als verdeutlicht.

Port Authority sucht nach Flächen im Hafen

Bislang war es das erklärte Ziel des Senats, dass die Standorte für Flüchtlingsunterkünfte möglichst gut angebunden durch Bushaltestellen oder Supermärkte in der Nähe angebunden sind. Da die Planer mit dieser Strategie allerdings kaum fündig werden, angesichts des gigantischen Platzbedarfs, rückt man mit den neuen Flächenvorschlägen jetzt erstmals drastisch von diesem Konzept ab. Inzwischen scheint es wohl nur noch wichtig zu sein, dass die Flächen für die Notunterkünfte halbwegs befestigt sind, weshalb nun auch abgelegene Flächen im Hafengebiet in Betracht gezogen werden. So soll der Senat die Hamburg Port Authority mit der Suche nach geeigneten Standorten beauftragt haben. "Wenn man genau hinschaut, gibt es dort viele Flächen, die schon planiert oder asphaltiert sind", so Ralf-Dieter Fischer, Kreischef der CDU in Harburg, im "Abendblatt".

Problematische Fläche

Problem ist jedoch, dass große Teile des Hafens Überflutungsgebiet sind und dort noch viele Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden versteckt sind. Es ist daher mehr als fraglich, ob im Hafen passende Standorte für neue Flüchtlingsunterkünfte gefunden werden können. Wie das "Abendblatt" schreibt, ist die Hafenverwaltung zudem höchstens bereit, 100 Hektar lediglich temporär zur Verfügung zu stellen. Deshalb hat der Senat nun auch Landwirtschaftsflächen in den Vier- und Marschlanden im Blick, entschieden ist dazu allerdings noch nichts.

Unterkünfte für 20.000 Menschen

Fest steht nur: Die Behörden haben bereits für vier Millionen Euro Wohncontainer bestellt, um Unterkünfte für bis zu 20.000 Männer, Frauen und Kinder zu schaffen. Bis Herbst soll es in allen sieben Bezirken Container-Unterkünfte für 2.000 bis 3.000 Menschen geben. Die Suche nach den Standorten gestaltet sich allerdings als extrem schwierig.

 

(dw/san)