Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft

37-jähriger Nachbar unter Tatverdacht

Escheburg, 20.02.2015
RHH - Expired Image

In diesem Wohnhaus in Escheburg sollten sechs Flüchtlinge untergebracht werden.

Festnahme nach dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Escheburg: Ein Nachbar gilt als dringend tatverdächtig. 

Ein Nachbar soll am 9. Februar den Brandanschlag auf eine noch unbewohnte Flüchtlingsunterkunft in Escheburg (Schleswig-Holstein) verübt haben. 

Motiv Fremdenfeindlichkeit

Die Polizei nahm den 37-Jährigen unter dringendem Tatverdacht fest. «Wir gehen derzeit von einer Einzeltäterschaft aus», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck, Ralf-Peter Anders, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Als Motiv vermuten die Ermittler Fremdenfeindlichkeit. Der Mann soll spätestens an diesem Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Beweise sichergestellt

Ermittler hatten am Tatort die Verschlusskappe eines Kanisters sowie ein abgebranntes Streichholz sichergestellt. Beide Gegenstände lagen vor einem beschädigten Fenster im Erdgeschoss des Hauses, durch das am 9. Februar ein Kanister mit brennbarer Flüssigkeit geworfen worden war. An beiden befanden sich DNA-Spuren des 37-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, das Ermittlungsverfahren «in kürzester Zeit zum Abschluss» bringen zu wollen.

Albig: "Großen Kloß im Hals"

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) zeigte sich erleichtert über die Festnahme. Auf der anderen Seite habe er «einen großen Kloß im Hals», dass ein Mann aus unmittelbarer Nachbarschaft der Täter sein solle. Der stellvertretende Bürgermeister David Oruzgani sagte: «Das ist ein Alptraum.» Die Menschen in Escheburg seien geschockt, die schlimmsten Befürchtungen wahr geworden.

In das Haus in dem 3500-Einwohner-Ort sollten ursprünglich am Tag nach dem Brandanschlag sechs irakische Flüchtlinge einziehen. Sie wurden vorläufig in Gudow untergebracht. Das Haus in Escheburg wird derzeit wieder hergerichtet.

(dpa/mgä)

comments powered by Disqus