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Radio Hamburg

Flüchtlingsunterkünfte voll

Bundeswehr unterstützt Hamburg bei Unterbringung

Hamburg, 14.09.2015
Jenfeld Flüchtlinge Zeltstadt

Die Bundeswehr greift Hamburg bei der Unterbringung von Flüchtlingen unter die Arme.

Flüchtlinge in Hamburg sollen in Kasernen der Bundeswehr unterkommen. Auch der Streit um die Unterbringung an der Sophienterrasse wurde inzwischen beigelegt. 

Bei der Unterbringung neuangekommener Flüchtlinge bekommt Hamburg erneut Hilfe von der Bundeswehr. Mehrere hundert Asylbewerber könnten in zwei Kasernen und einer Turnhalle unterkommen, teilte die Innenbehörde am Montag (14.09) mit. In der vergangenen Woche waren täglich zwischen 350 bis 600 Flüchtlinge in Hamburg angekommen. Am Wochenende waren es weniger, es seien am Samstag und Sonntag rund 500 Asylbewerber registriert worden. Zahlreiche andere Menschen, die mit der Bahn über Österreich kamen, hätten jedoch weiterfahren wollen.

Vorbereitungen für den Winter auf Hochtouren

Unterdessen werden die Zelte, in denen zurzeit um die 2.000 Flüchtlinge in Hamburg wohnen, winterfest gemacht. Die Bundeswehrzelte seien "Hindukusch-erprobt" und bereits entsprechend ausgestattet, für die übrigen seien Heizgeräte bestellt worden, sagte der Sprecher. Bis Ende September muss auch eine Messehalle wieder geräumt werden, in der vorübergehend etwa 1.000 Asylbewerber wohnen. Die Bundeswehr stellt zudem Soldaten als Helfer ab. Am Wochenende hätten 100 Pioniere aus Husum etwa 1000 Betten aufgebaut, sagte ein Sprecher des Landeskommandos. Während Betten noch kurzfristig in Möbelhäusern gekauft werden können, macht den Behörden und vor allem den Flüchtlingen ein anderer Engpass zu schaffen: Es seien keine Sanitärcontainer mehr zu bekommen, hieß es.

Bundeswehr schafft neue Unterkünfte für Flüchtlinge

In der Hamburger Reichspräsident-Ebert-Kaserne im Stadtteil Iserbrook wohnen bereits 75 Flüchtlinge, meist Familien. 250 Betten stehen in der Generalleutnant-Graf-Baudissin-Kaserne in Osdorf bereit. In der Turnhalle in Steinwerder gibt es in Kürze 80 Schlafplätze. Zudem hat die Bundeswehr an zwei Standorten in Marienthal und Ohlstedt 63 Zelte errichtet und zum Teil auch die allgemeine medizinische Versorgung für die Bewohner übernommen. Bundesweit habe die Bundeswehr bislang 20.000 Schlafplätze an 46 Standorten geschaffen, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Montag in Berlin. Nach Informationen aus Ministeriumskreisen wurden allein 10.000 Betten in den vergangenen 10 Tagen zur Verfügung gestellt. Von der Leyen bot auch an, Soldaten und Zivilbeschäftigte der Bundeswehr könnten Einrichtung und Betrieb der geplanten Verteilzentren für Flüchtlinge übernehmen. Als mögliche Standorte nannte sie Berlin-Schönefeld und Soltau-Fallingbostel.

Streit um Sophienterrasse beendet

Im Streit um ein geplantes Flüchtlingsheim im wohlhabenden Stadtteil Harvestehude ist es inzwischen zu einer Einigung gekommen. Das teilte Torsten Sevecke, Bezirksamtsleiter Eimsbüttel mit. Ein Vergleichsvertrag sei bereits aufgesetzt. "Wir schleifen noch an den Buchstaben", sagte Sevecke. Am Donnerstag (17.09) soll das Papier dann unterschrieben werden. Zum Inhalt des Vertrags wollte sich der Bezirksamtsleiter vorerst nicht äußern.  Ende Januar hatten die Anwohner gegen die Unterkunft in der Sophienterrasse erfolgreich geklagt. Ein im Mai vom Verwaltungsgericht vorgelegtes Vergleichsangebot lehnten die Kläger ab. In dem einstigen Kreiswehrersatzamt sollten 220 Flüchtlinge unterkommen. Das Gebäude steht seit 2012 leer.

(dpa/san)