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Radio Hamburg

Flüchtlinge in Deutschland

Zahlen & Fakten zur Flüchtlingskrise

Hamburg, 16.09.2015
Syrien Flüchtlinge

Wer sind die Menschen, die nach Deutschland kommen?

Der Bund erwartet in diesem Jahr bis zu 1 Million Flüchtlinge - doch wo kommen sie hier und wer sind die Menschen überhaupt, die bei uns Schutz suchen?

Die Zahlen sind gigantisch, die Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) zu Beginn der Woche in einer korrigierten Flüchtlingsprognose für das Jahr 2015 nannte: Höchstwahrscheinlich werden bis Dezember mehr als eine Million Menschen Zuflucht in Deutschland suchen. Das sind 200.000 mehr Flüchtlinge als noch vor einigen Wochen prognostiziert wurden. Allein von Januar bis August meldete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, seien insgesamt 256.938 Asylanträge eingegangen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg von 122 Prozent!

Wer kommt nach Deutschland?

Doch wer sind die Menschen, die ihr Heim, ihre Familien und Bekannten zurückgelassen haben, um sich auf die unsichere Reise nach Europa und Deutschland zu machen und bei uns Zuflucht zu suchen? Mittels Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge haben wir für Euch wichtige Zahlen und Fakten zur aktuellen Flüchtlingskrise aufbereitet und versuchen die wichtigsten Trends aufzuzeigen. Deutlich ist allerdings, dass es den einen - stereotypen - Flüchtling nicht gibt. Die Menschen, die zu uns kommen, sind so bunt und abwechslungsreich, die die deutsche Bevölkerung. 

Wo kommen die Menschen her?

Der Großteil der Flüchtlinge, die in Deutschland Asyl suchen kommen aus dem Bürgerkriegsland Syrien und aus dem ehemaligen Jugoslawien. Wer allerdings tatsächlich in Deutschland bleiben darf, unterscheidet sich je nach Herkunftsland stark und liegt insgesamt bei etwa einem Drittel (38,7 Prozent). Während von syrischen, irakischen oder eritreischen Flüchtlingen über 80 Prozent der Asylgesuche bewilligt werden, liegt sie beispielsweisen bei Flüchtlingen vom Balkan lediglich die 0,4 Prozent.

Dabei ist im laufe der vergangenen Jahre die Zahl der Asylsuchenden besonders stark aus dem von Krieg und Zerstörung geprägten Syrien sprunghaft in die Höhe geschossen. Allein im Vergleich zum Vorjahr sind die Anträge um mehr als 200 Prozent gestiegen. Ebenfalls stark angestiegen gegenüber 2014 sind die Anträge aus Albanien (+1.400 Prozent) und Afghanistan (+229 Prozent).

Wer sind die Flüchtlinge?

Eines wird beim Blick auf das Geschlecht der Flüchtlinge schnell deutlich: Überwiegend kommen Männer nach Deutschland. Während sich die Geschlechterverteilung bei Flüchtlingen vom Balkan ungefähr die Waage hält, sind Asylsuchende aus dem Nahen Osten oder aus Afrika überproportional männlich. Die Gründe dahinter sind vielfältig: Beispielsweise werden die weiten, beschwerlichen Strecken, die mit vielen Gefahren verbunden sind, eher von Männern aufgenommen, als von Frauen.

Und noch etwas ist sofort ersichtlich: Die zu uns strömenden Menschen sind im Vergleich zur deutschen Gesamtbevölkerung wesentlich jünger. Mit Blick auf die alternde deutsche Bevölkerung und den demografischen Wandel können die jungen Flüchtlinge also eine echte Chance für Deutschland sein.

Die, die nach Deutschland fliehen müssen, sind zu zwei Dritteln Anhänger des Islam, unterscheidet sich je nach Herkunft der Flüchtlinge allerdings stark. 

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