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Radio Hamburg

Flüchtlinge in Hamburg

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Hamburg, 26.08.2015
Flüchtlinge, Kinder, Syrien, Syrische Flüchtlinge

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema "Flüchtlinge".

Verfolgung, Krieg oder Gewalt - weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zu Flüchtlingen zusammengestellt.

2015 kommen voraussichtlich rund 800.000 Menschen nach Deutschland, die hier Schutz suchen. "Dürfen Flüchtlinge arbeiten?", "Wieviel Geld bekommen Flüchtlinge?" und "Wie kann ich Flüchtlingen in Hamburg helfen?" - diese und andere Fragen beantworten wir euch.

 

Wie viele Flüchtlinge gibt es?

Zurzeit sind mehr Menschen auf der Flucht als jemals zuvor: Das UNO-Flüchtlingshilfswerk spricht von weltweit rund 60 Millionen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Jeden Tag machen sich durchschnittlich 42.500 Menschen auf den Weg auf der Suche nach Frieden und Sicherheit (Zahlen von 2014).

 

Wie viele Menschen suchen in Deutschland Schutz?

Von den weltweit rund 60 Millionen Menschen, die auf der Flucht sind, verlassen etwa zwei Drittel nicht ihr Heimatland. Von den übrigen rund 22 Millionen Menschen bleiben die meisten in den Nachbarländern ihrer Heimat. So hat die Türkei 2014 rund 1,6 Millionen Menschen aufgenommen, Pakistan 1,5 Millionen und der Libanon über eine Million.

In die EU sind laut Statistikbehörde "Eurostat" über eine halbe Million Schutzsuchende gekommen Davon hat Deutschland etwa 172.000 Menschen aufgenommen – die meisten in der gesamten EU. Allerdings ist Deutschland auch das Land mit den meisten Einwohnern. Im Verhältnis hat Schweden mit seinen 9,5 Millionen Einwohnern und fast 75.000 Flüchtlingen die meisten Menschen aufgenommen.

2015 kommen deutlich mehr Menschen in die EU, die Mitgliedsstaaten haben sich aber bislang nicht auf einen verbindlichen Verteilungsschlüssel geeinigt. Die Bundesregierung rechnet daher für dieses Jahr mit rund 800.000 Menschen, die nach Deutschland kommen; das entspricht etwa einem Prozent der Gesamteinwohnerzahl.

Wie viele davon in Hamburg bleiben, lest ihr hier.

 

Wer hat Anspruch auf Aufenthalt in Deutschland?

Im Artikel 16a des Grundgesetzes steht: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“. Als politisch verfolgt gilt, wer in seiner Heimat wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, der Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung in seinem Leben, seiner Gesundheit oder seiner Freiheit bedroht ist. 

Darüber hinaus haben Menschen laut Gesetz in Deutschland Anspruch auf Schutz, wenn ihnen im Herkunftsland die Todesstrafe oder Folter droht. Und natürlich gilt auch ein Krieg oder Bürgerkrieg im Herkunftsland als Grund, in Deutschland Zuflucht zu bekommen.

Armut in der Heimat ist kein Grund, weswegen ein Mensch in Deutschland bleiben darf.

Wer bleiben darf und wer nicht, entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Jeder Antrag wird einzeln geprüft. Zur Zeit werden etwa zwei von drei Anträgen abgelehnt.

 

Was bekommen Flüchtlinge?

Jeder Schutzsuchende, der einen Antrag auf Bleiberecht gestellt hat, hat Anspruch auf staatliche Leistungen. Dazu gehören unter anderem Unterkunft, Verpflegung, Betreuung und medizinische Versorgung. Das Asylbewerberleistungsgesetz regelt, dass außerdem auch ein Taschengeld für persönliche Bedürfnisse im Alltag (z.B. für Fahrkarten) gehört.

Solange die Menschen in Gemeinschaftsunterkünften leben, bekommen sie dort Essen, Trinken und Kleidung und rund 140 Euro "Taschengeld".

Wenn Flüchtlinge die Gemeinschaftsunterkunft verlassen haben, bekommt ein Alleinstehender die Kosten für die Unterkunft (bis zu bestimmten Grenzen) bezahlt und zusätzlich zunächst 216, später rund 390 Euro. Davon muss der gesamte Lebensunterhalt bezahlt werden.

Zum Vergleich: Ein Empfänger von Arbeitslosengeld II bekommt im Monat 399 Euro plus Kosten für Unterkunft und Heizung.

 

Dürfen Flüchtlinge arbeiten?

Ob Flüchtlinge arbeiten dürfen, hängt von ihrem Aufenthaltsstatus ab. Wer anerkannter Asylbewerber ist, darf uneingeschränkt arbeiten. Wessen Antrag noch bearbeitet wird oder wer hier geduldet wird, darf nur unter bestimmten Bedingungen und mit Genehmigung arbeiten. Die gibt es meistens nur, wenn es keinen Deutschen oder EU-Bürger für die Stelle gibt.

Grundsätzlich gilt aber, dass Flüchtlinge in den ersten drei Monaten nach ihrer Ankunft nicht arbeiten dürfen.

 

Wie kann ich Flüchtlingen helfen?

Zahlreiche ehrenamtliche Initiativen helfen den Flüchtlingen in unserer Stadt. Durch Sachspenden, Deutschunterricht oder die Beschäftigung mit Kindern. Wir ihr euch engagieren könnt, lest ihr hier.

(dwue)