Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Vom Dorf in die Großstadt

Was ich an Hamburg nach 1,5 Jahren immer noch komisch finde

Hamburg, 12.09.2016
Bederkesa-HH

Ländliche Idylle gegen Wirbel in der Großstadt.

Als ich nach Hamburg gezogen bin, war ich mir nicht sicher, ob mir das Leben in der Stadt gefallen würde. Doch das hat sich mittlerweile geändert.

Um auf meine alten Tage noch eine neue Ausbildung anzufangen, hat es mich aus dem wundervollen Bad Bederkesa in die Hansestadt gezogen. 

Seit mehr als einem Jahr wohne ich nun schon im schönen Eimsbüttel und fühle mich dort auch sehr wohl. Eigentlich habe ich da sogar großes Glück gehabt. Als ich nach Hamburg gezogen bin, wusste ich im Grunde gar nichts über die vielen Stadtteile und bin nur durch Zufall hier gelandet. Doch, obwohl es hier wunderschön ist, gibt es da gibt es einige Dinge, die mich das Landleben vermissen lassen. Die will ich Euch natürlich nicht vorenthalten...

Tür an Tür mit den neuen Nachbarn 

Leben im Mehrfamilienhaus? Das ist für mich noch immer etwas komisch. Man hört jeden Schritt und jedes lautere Gespräch der Nachbarn. Als sehr lauter Mensch war das wohl die größte Umstellung für mich. Meine Gitarren hängen nur noch an der Wand, das Surround System wurde bei Mutti eingelagert. Naja, da mach ich lieber ein paar Abstriche, bevor sich die wütenden Nachbarn bei mir im Flur stapeln. 

Grillen auf dem Grillplatz?

Kulturschock! Ein normaler Grillabend auf dem Dorf ist einfach und schnell organisiert. Freunde einladen, Bier und Fleisch besorgen, los geht's. Da krabbeln einem die Nachbarn nicht ab 22:00 aufs Dach, weil man zu laut ist. Die kommen schon um 18:00 und bringen Grillfleisch mit. In Hamburg kann ich natürlich auch im Innenhof vor meiner Wohnung grillen und Freunde einladen. Dann tauchen allerdings auch schnell ungeladene Gäste auf, die nicht zu meinen Freunden gehören. Polizei, Ordnungsamt und Feuerwehr beispielsweise. 

Park statt eigenem Garten

Die meisten Hamburger haben keinen eigenen Garten und falls doch, dann ist das gelogen. Ich durfte schon üppige Grünanlagen von Bekannten und Freunden begutachten, die auch zum Teil sehr schön sind. Das hat nur leider mit einem Garten nicht viel zu tun und würde in meiner Heimat vielleicht gerade so als Blumenbeet durchgehen. Die Parks in Hamburg sind sehr gut besucht und es fällt mir noch immer schwer bei so viel Betrieb abzuschalten. 

Smalltalk mit wildfremden Leuten

Zugegeben, es passiert nicht sehr häufig und ist auch keine schlechte Sache. Auf diese Weise lernt man neue Leute kennen und kann auch hervorragend ein bisschen Zeit überbrücken. Nur ist es für mich sehr gewöhnungsbedürftig, da ich aus einem Nest komme, in dem sich alle kennen und dann trotzdem nicht grüßen. Moin ist ne Begrüßung, Moin Moin ist schon Gesabbel!

Autos gucken am Jungfernstieg

Was auf dem Dorf der tiefergelegte Golf ist, ist hier in Hamburg der teure Supersportwagen. Früher war ich selbst noch fleißig dabei, jetzt hab ich die unnötige Proletenkarre gegen ein Jahresticket (für den HVV, nicht fürs Kino) getauscht. Trotzdem gehören Autos zu meinen Hobbys und hier gibt es viel für mich zu sehen. Allerdings hat das Ganze auch eine Kehrseite. Da fahren Erwachsene, beruflich offensichtlich erfolgreiche Leute, den ganzen Tag am Jungfernstieg im Kreis. An jeder Ampel wird ordentlich am Gas gespielt, damit auch jeder mitbekommt, was da für ein toller Hecht am Steuer sitzt. Da fahre ich lieber mit der Bahn. 

Aber im Großen und Ganzen..

…sind das nur Kleinigkeiten, die für mich als "Unschuld vom Lande" etwas merkwürdig sind. Mit der Zeit werde ich mich sicher an das Leben in der Stadt gewöhnen und kann Euch versichern, dass ich Hamburg genau so liebe wie Ihr. Selbst mit seinen Ecken und Kanten. 

comments powered by Disqus