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Radio Hamburg

#HamburgLiebe

In der Schanze prallen Welten aufeinander - und das ist gut so

Hamburg, 15.09.2016
Christoph Kröger, Lieblingsplatz, Schanze

Neu in der Schanze: Radio-Hamburg-Moderator Christoph Kröger.

Radio-Hamburg-Moderator Christoph Kröger ist vor Kurzem in die Schanze gezogen und wagt einen Blick auf sein neues Wohnviertel.

An einem milden Sommerabend durch die Schanze zu gehen ist wie Urlaub. Welches Land? Alle! Die Schanze ist eine kulinarische und kulturelle Weltreise, deutsch hört man hier eher selten. Schanzenstraße, Susannenstraße, Bartelsstraße, Schulterblatt (neuerdings auch "Schub" genannt“), die wohl vielfältigsten Ecken Hamburgs. Nirgendwo anders in Hamburg prallen die moderne und die kultige Szene dieser Stadt so aufeinander wie hier. Sowohl was die Locations angeht als auch menschlich. Von Straßenkünstlern, über szenige Hipster,  Touris, Drogis, angereiste Dorfis, Punks, Normalos bis hin zu jungen Muddis mit Chai Latte und Chauvis in fetten Karren, sieht man hier alles. Sehen und gesehen werden, aber in einer ungezwungenen Atmosphäre. Einige von ihnen kennt hier jeder. So wie Claudio, der Tänzer, auch "Michael Jackson" genannt, weil er vermutlich dessen eigene Reinkarnation ist. Immer in der Schanze unterwegs und immer am Dancen.

Welten prallen aufeinander

Nirgendwo anders in Hamburg ist die Café- und Restaurantdichte so hoch wie hier. Und auch hier prallen mindestens zwei Welten aufeinander. Die alteingesessenen Kult-Locations auf der einen Seite, die neuen, modernen und hippen Läden auf der anderen. Der Fischimbis „Schabi“ zum Beispiel gehört zu den Klassikern. Gefühlt nur vier Sitzplätze, aber dafür immer proppevoll, inklusive Warteschlange auf dem Schulterblatt. Oder die Caipi-Happy-Hour in der "Katze", legendär, genauso wie im Suff nach einer wilden Nacht bei "Erikas Eck" noch vor dem Schlafen frühstücken gehen. Bei den neuen Läden ist von "Hauptsache das Geschäft ist in der Schanze, dann ist es schon cool" bis "ihr seid gut, ihr dürft bleiben" alles dabei. Überragend ist zum Beispiel der Kaffee in dem kleinen, noch jungen Café "Codos".

Aber auch Klamotten shoppen ist möglich. Viele kleine unabhängige Shops, die eine gute Alternative für die H&M's und Zara's der Stadt sind.

Es ist aber nicht nur alles Gold(fischglas) was glänzt. Der Begriff Gentrifizierung wurde vermutlich nur für diesen Stadtteil erfunden. Früher war die Schanze DAS Künstlerviertel und DER urbane Stadtteil schlechthin, heute verirrt sich sogar der ein oder andere Junggesellenabschied inklusive Bauchladen hierhin (geht dahin wo ihr hingehört: auf den Kiez) und jeder Reiseführer hat die Schanze ganz weit oben als "must see"-Ort aufgelistet. Die Häuser und Wohnungen sind zwar mittlerweile größtenteils wunderschön und top renoviert, aber dafür auch für die meisten jungen Leute unbezahlbar. (Christoph Kröger)

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