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Radio Hamburg

G20-Aufarbeitung

Eine Stadtteilversammlung und eine Linken-Demo

Hamburg, 19.07.2017
Rote Flora, Schanze, Schanzenviertel

Welche Rolle hatte die "Rote Flora" während der G20-Krawalle?

Der G20-Gipfel ist längst vorbei, doch die Aufarbeitung der Geschehnisse ist noch immer in vollem Gange. Es gibt viel Redebedarf.

Aktivisten des linksautonomen Kulturzentrums "Rote Flora" und verschiedene Initiativen im Hamburger Schanzenviertel haben Anwohner für Donnerstag (20.07. 19 Uhr) zu einer "außerordentlichen Stadtteilversammlung" in den Ballsaal des Millerntor-Stadions eingeladen. "Angesichts der Ereignisse rund um den G20-Gipfel haben viele Anwohner Diskussionsbedarf", sagte "Rote Flora"-Sprecher Andreas Blechschmidt.

Das alternative Zentrum war nach den Ausschreitungen während der Gipfeltage in die Kritik geraten. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), Innensenator Andy Grote (SPD) sowie CDU-Fraktionsvorsitzender André Trepoll geben den Flora-Aktivisten, die die G20-Demo "Welcome to Hell" angemeldet hatten, eine Mitschuld an den Gewaltexzessen, bei denen unter anderem zahlreiche Autos in Brand gesetzt und Geschäfte geplündert worden waren.

Für Mittwochabend (19.07. 18:30 Uhr am Hachmannplatz) haben linke Gruppen zu einer Demonstration aufgerufen, weil sie sich wegen des G20-Terrors am Pranger sehen. Sie sprechen von einer "Hetzkampagne gegen alles, was links ist" und sprechen erneut von Polizeigewalt während des Gipfels. Nach Angaben eines Sprechers werden rund 1.000 Demo-Teilnehmer erwartet, die Polizei geht von der Hälfte aus und erwartet einen "relativ normalen Demo-Einsatz". Mit größeren Störungen rechnet die Polizei jedoch nicht.

(dpa/rh/ck)

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