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Radio Hamburg

G20-Krawallen

Eklat im Rathaus und eine friedliche Demo

Hamburg, 20.07.2017
Demo, Linke, G20

Eine von linken Gruppen initiierte Demonstration in der Hamburger Innenstadt.

Vor dem Innenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft wurde der G20-Einsatz der Polizei aufgearbeitet. Draußen wurde wieder demonstriert – friedlich.

Nach gut achtstündiger Befragung der Hamburger Polizeiführung hat der Innenausschuss der Bürgerschaft seine Sondersitzung zu den G20-Krawallen beendet. Die rot-grüne Mehrheit nutzte die Gelegenheit bis in die Nacht zum Donnerstag (20.07.), um zahlreiche Fragen zu Details zu stellen.

Gegen Ende erklärte die Polizei das Geschehen bei der Demonstration "Welcome to Hell" am 6. Juli. Diesen Aufzug von über 10.000 Menschen vom Fischmarkt aus hatte die Polizei nach wenigen Metern gestoppt. Nach der Vermummung von etwa 1500 Teilnehmern, Flaschenwürfen und der Bewaffnung mit Holzlatten hatte die Polizei zwei Schwarze Blöcke abgetrennt. Der Versammlungsleiter erklärte die Demonstration kurz darauf für beendet, wie der Leiter der Hamburger Bereitschaftspolizei, Joachim Ferk, vor dem Ausschuss berichtete. Es folgten damals gewaltsame Auseinandersetzungen bis in die Nacht in verschiedenen Teilen Hamburgs. Im Nachhinein hatten G20-Gegner das Vorgehen der Polizei massiv kritisiert.

Die Vertreter von CDU, FDP und Linke beteiligten sich nicht an der Befragung. Damit reagierten sie auf den Ablauf der Sitzung. Sie hatten zu Anfang gefordert, die Stellungnahmen der Polizeiführung zeitlich zu begrenzen, um mehr Gelegenheit zu Fragen zu haben. Das lehnte die rot-grüne Mehrheit ab.

Friedliche Demo in der City

Unterdessen verlief die von linken Gruppen initiierte Demonstration gegen eine Stigmatisierung Linker nach den G20-Krawallen am gestrigen Mittwochabend (19.07.) friedlich.

Etwa 500 Personen demonstrierten u.a. auch gegen die angebliche Polizeigewalt während des G20-Gipfels in Hamburg. Die Teilnehmer zogen vom Rathausmarkt durch die Mönckebergstraße über den Gänsemarkt, an den Gerichten vorbei zur Roten Flora. Die Polizei begleitete den friedlichen Aufzug mit einem größeren Kräfteaufgebot. (dpa/apr)

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