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Radio Hamburg

Umstrittener Polizeieinsatz

G20-Demonstranten klagen

Hamburg, 15.08.2017
Schanzenviertel, G20

Zwei Göttinger klagen gegen einen ihrer Meinung nach unverhältnismäßigen Polizeieinsatz während G20 hier in Hamburg (Archivbild).

Das Hamburger Verwaltungsgericht muss sich mit dem umstrittenen Polizeieinsatz während des Hamburger G20-Gipfels am Rondenbarg in Bahrenfeld beschäftigen.

Zwei G20-Demonstranten klagen vor dem Hamburger Verwaltungsgericht gegen einen umstrittenen Polizeieinsatz am 7. Juli. "Wir gehen nach unseren bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass der Polizeieinsatz in dieser Form völlig unverhältnismäßig und daher rechtswidrig war", teilte der Anwalt der Kläger, Sven Adam, am Montag mit.

Er vertritt eine 21-Jährige und einen 19-Jährigen aus Göttingen. Der Anwalt teilte mit, beiden Klägern sei unter anderem gegen den Kopf getreten worden, als sie am Boden lagen. Beim Verwaltungsgericht ist nach Angaben eines Sprechers am Montag eine Klage eingegangen, zum Inhalt konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Nach Angaben des Göttinger Rechtsanwalts nahmen die Klagenden an einem Protestzug gegen den G20-Gipfel am Rondenbarg im Stadtteil Bahrenfeld teil. Polizeibeamte gingen damals gegen Demonstranten vor, weil sie nach eigenen Angaben unter anderem mit Steinen und Flaschen beworfen wurden.

Polizei weist Vorwürfe zurück

 

Die Hamburger Polizei hatte in der vergangenen Woche Vorwürfe zurückgewiesen, wonach der Einsatz am Rondenbarg am Rande des G20-Gipfels unverhältnismäßig gewesen sein soll. Ein Polizeivideo vom Einsatz zeigt, wie Demonstranten Steine auf Polizisten warfen und die Einsatzkräfte in Richtung der teils vermummten Demonstranten liefen. Zuvor hatte es in Medienberichten geheißen, die Beamten seien nicht mit Steinen, sondern nur vereinzelt mit Bengalos beworfen worden.

(dpa/aba)

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