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Entsetzen nach G20-Gewalt: Wen trifft die Schuld?

Hamburg, 08.07.2017
Slider Collage Bilanz Schanzen-Nacht

Brände, Zerstörung & blinder Hass: Wer trägt dafür die politische Verantwortung?

Das Entsetzen nach den Gewaltorgien im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg ist gigantisch. Doch wer trägt dafür die politische Verantwortung?

Marodierende Chaoten, blinde Zerstörung, Gewaltorgien gegen Unschuldige und eine Stadt im Ausnahmezustand - die erste Bilanz nach dem G20-Gipfel fällt für Hamburg verheerend aus. Sachschäden, die wahrscheinlich in die Millionen gehen werden, mehr als 200 verletzte Polizisten, Hunderte Brände und Bilder, die unsere Perle im Rest der Welt definitiv nicht verdient hat. Das Entsetzen über die Gewaltexzesse rund um den Gipfel ist weltweit gigantisch. Aber wer trägt dafür die politische Verantwortung? Stimmt jetzt ab und erzählt uns Eure Meinung!

Wie der Hafengeburtstag...

Vor dem Hintergrund der Gewaltexzesse während des G20-Gipfels in Hamburg erscheint manches frühere Zitat von Politikern und Polizei nun in einem ganz anderem Licht. Einige Aussagen aus den Tagen, Wochen und Monaten vor dem Spitzentreffen muten inzwischen wie blanker Hohn und unfassbare Fehleinschätzungen an. War Hamburg als Millionenstadt tatsächlich der geeignete Ort für den Gipfel mit Tausenden Delegierten und Top-Staatsgästen?

So sagte beispielsweise Bürgermeister Olaf Scholz noch im Juni: "Wir richten ja auch jährlich den Hafengeburtstag aus. Es wird Leute geben, die sich am 9. Juli wundern werden, dass der Gipfel schon vorbei ist." oder "Tatsächlich glaube ich, dass das eine große Sache ist für unsere Stadt." Ähnlich äußerte sich auch Hamburgs Innensenator Andy Grote im Mai: "Ich gehe davon aus, dass der allergrößte Teil der Protestaktionen friedlich sein werde. Im Prinzip ist das ein Festival der Demokratie."

Nach den massiven Ausschreitungen in der Sternschanze am Freitagabend (07.07) muss sich die Polizei außerdem den Vorwurf gefallen lassen, dass die angekündigte harte Linie gegenüber Randalieren ausgerechnet in der zweiten, schlimmen Krawallnacht scheinbar aufgegeben und stattdessen sehr zögerlich reagiert wurde. Ungehindert konnten Hunderte linksradikale Demonstranten stundenlang Brandstiftungen und Plünderungen begehen - Festnahmen gab es dagegen nur wenige. Hatten die Beamten die Lage also nicht überall unter Kontrolle?

Wer trägt die politische Verantwortung?

Was meint Ihr? Trägt Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, Innensenator Andy Grote oder doch Polizeipräsident Ralf Meyer die politische Verantwortung für die Gewaltexzesse in der Hansestadt? Oder aber war die Eskalation in dieser Form von keinem der Verantwortlichen so in der Art vorauszusehen? Erzählt uns Eure Meinung in den Kommentaren und stimmt jetzt in unserem Trendcheck ab.

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