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Radio Hamburg

Amoklauf in Hamburg-Hamm

Weitere Waffen gefunden

Hamm, Beziehungsdrama, Schüsse, Amoklauf, Täter

In Hamburg-Hamm hat sich ein blutiges Familiendrama ereignet.

Das Todesdrama in Hamm mit zwei Toten nimmt jetzt noch dramatischere Züge an. 

Hamburg - Nach dem blutigen Beziehungsdrama in Hamburg mit zwei Toten und zwei Verletzten hat die Polizei weitere Waffen in der Wohnung des Täters gefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass der 36 Jahre alte Täter bereits am Vortag zwei Menschen bedroht hatte. Bevor sich der Mann am Mittwochnachmittag im Stadtteil Hamm vor den Augen der Polizei selbst mit einem Kopfschuss tötete, hatte er den 30 Jahre alten Bruder seiner ehemaligen Lebensgefährtin niedergestreckt. Die 34 Jahre alte Ex-Freundin des Täters und ein zur Hilfe eilender Mann erlitten bei dem Gewaltverbrechen schwere Schussverletzungen. Sie waren nach Notoperationen am Donnerstag (07.04.2011) nicht mehr in Lebensgefahr, teilte ein Polizeisprecher mit.

Streit begann vor dem Haus und endete in einem Blutbad

Nach ersten Ermittlungen entwickelte sich das tödliche Drama beim Versuch der 34-Jährigen, aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen. Sie hatte zuvor telefonisch angekündigt, persönliche Gegenstände abzuholen. Vor dem Haus standen bereits Umzugskartons. Das Paar geriet vor dem Eingang des Mehrfamilienhauses in Streit. Der 36-Jährige, ein Sportschütze, zog im Verlauf der Auseinandersetzung eine Pistole vom Kaliber neun Millimeter und schoss auf seine frühere
Lebensgefährtin, ihren Bruder und einen Helfer. Der Bruder starb noch am Tatort an einem Schuss in den Oberkörper. Die 34-Jährige wurde schwer an der Leiste verletzt. Der 28-jährige Unbeteiligte war nach Erkenntnissen der Polizei aus dem Haus gekommen und wollte den Streit schlichten. Er schleppte sich nach den Schüssen mit einer schweren Verletzung an der Leiste noch zu einer nahe gelegenen U-Bahn-Station und brach dort zusammen. Als die inzwischen von Nachbarn alarmierte Polizei eintraf und die Beamten den Schützen ansprachen, erschoss sich der Täter.

Drama bahnte sich bereits einen Tag vorher an

In der Wohnung des Paares entdeckten die Beamten zwei weitere legale Schusswaffen. Als Sportschütze durfte der 36-Jährige, der polizeilich bisher nicht aufgefallen war, Waffen besitzen und auch im Haus aufbewahren. Er hatte einen sogenannten kleinen Waffenschein. Der Täter hatte bereits am Tag vor dem blutigen Beziehungsdrama zwei Bekannte bedroht. Eine 28-jährige Frau und ein 36-jähriger Mann zeigten am Mittwoch - ziemlich genau in dem Moment als die Bluttat im Stadtteil Hamm geschah - bei der Polizei an, dass sie am Dienstag von dem Täter unter einem Vorwand in seine Wohnung bestellt worden waren. "Beide gaben an, geschockt gewesen zu sein und aus Angst erst gestern die Polizei aufgesucht zu haben", teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die 28-jährige Frau und der acht Jahre ältere Mann hätten sich zuvor nicht gekannt, beide seien aber mit dem Täter bekanntgewesen. Der spätere Todesschütze habe sie mit Waffengewalt festgehalten und erklärt, er sei wegen der Trennung von seiner Freundin verzweifelt. Später kam die Mutter des Täters hinzu und konnte die Situation entspannen. Die beiden Bedrohten verließen die Wohnung unverletzt.

Die Staatsanwaltschaft ordnete unterdessen eine Obduktion der beiden Toten an. Sobald alle Ermittlungen beendet seien, werde die Akte voraussichtlich geschlossen. In der Dreifaltigkeitskirche Hamm soll es am Freitag (08.04.2011) um
16 Uhr einen ökumenischen Gedenkgottesdienst für die Opfer des Beziehungsdramas geben, teilte die Kirchengemeinde mit.
Fotos vom Tatort sehen Sie hier