Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Entlassene Sicherungsverwahrte

Hitzige Diskussion in Jenfeld

In Jenfeld haben die Senatoren für Justiz, Inneres und Soziales zu einer Bürgersprechstunde bezüglich der Unterkunft für entlassene Sicherungsverwahrte eingeladen.

Jenfeld – Am Dienstagabend (06.12.2011) fand eine der wohl schwierigsten Bürgersprechstunden seit langem in Jenfeld statt. Dazu eingeladen haben die Senatoren für Justiz, Inneres und Soziales.

Dabei ging es um Schwerverbrecher, die ihre Haftstrafe abgesessen haben und nach 10 Jahren aus der Sicherheitsverwahrung entlassen werden. Nur, wenn ein Gutachten belegt, dass sie weiterhin hochgradig gefährlich und psychisch gestört sind, kann die Sicherheitsverwahrung weiter bestehen.

Unterkunft für entlassene Sicherungsverwahrte

In Hamburg geht es aktuell um einen Vergewaltiger und einen Totschläger. Diese haben von Hamburg das Angebot bekommen, in eine Unterkunft nach Jenfeld, ein leerstehendes  Altenheim, zu ziehen. Dieses Angebot soll zwar nur für ein Jahr gelten, aber die Anwohner sprechen sich klar dagegen aus.

Für die Überwachung der Männer sollen 40 Polizeibeamte eingesetzt werden. Die Kosten dafür liegen bei rund zwei Millionen Euro pro Jahr.

Das vom Senat bereitgestellte Haus soll der Vorsorge dienen, denn in Kürze werden weitere entlassene Sicherungsverwahrte eine Wohnung brauchen.

Anwohner sind entsetzt

Das Projekt trifft bei den Anwohnern auf Unverständnis. Sie fühlen sich dadurch bedroht und haben Angst um ihre Kinder. Mit aller Kraft wollen sie verhindern, dass entlassene Sicherungsverwahrte in unmittelbarer Nähe wohnen. Ein Bürger droht sogar mit den Worten: „Sie werden scheitern, wir machen Ihnen die Hölle heiß!“

Senatoren wollen Sicherheit

Senatorin der Behörde für Justiz und Gleichstellung Jana Schiedek betont dabei allerdings: „Die entlassenen Sicherungsverwahrten sind freie Menschen und könnten, wenn sie eine Wohnung finden, ganz anonym in diese einziehen. In solch einer Situation wäre eine ausreichende polizeiliche Überwachung nicht möglich. Deswegen wollen wir diese Menschen nicht einfach ziehen lassen und eine gewisse Sicherheit gewähren.“

Desweiteren äußert sich Schiedek, dass unabhängige Gerichte, auf Basis von Gutachten, über die Freilassung der Sicherungsverwahrten entscheiden. Mit dem Wohnort in Jenfeld versuche man, durch eine Überwachung von „freien Menschen“, einen Rückfall zu verhindern und Sicherheit zu schaffen.

Sehen Sie hier zwei Ausschnitte aus der Diskussion: