Radio Hamburg

Unterbringung von Ex-Sicherungsverwahrte

Betroffene wollen nicht einziehen

Das von Hamburg angebotene Quartier für ehemals Sicherungsverwahrte in Jenfeld bleibt vermutlich erst einmal leer.

Hamburg - Nach Carsten D. will jetzt auch Hans-Peter W. definitiv nicht in das ehemalige Altenheim ziehen. Der Hamburger Anwalt Ernst Medecke vertritt beide - warum nehmen die Männer das Abgebot nicht an? "Meine beiden Mandanten wollen dort nicht einziehen, weil das ein Objekt ist, was gegen alle Ansagen, nicht mit Ihnen besprochen wurde und wo sie vor vollendete Tatsachen gesetzt wurden."

Die Justizbehörde will sich erst einmal nicht äußern. Justizsenatorin Jana Schiedek hat aber Donnerstag (15.12.) in der Bürgerschaft gesagt, dass es keine Alternative zu dem Haus in Jenfeld gibt. Herr Medecke, wie sehen Sie das? "Ich finde es erst einmal in Ordnung, dass sie etwas gesucht haben. Aber wie sie gesucht haben und wie heimlich das gemacht wurde ist nicht in Ordnung. Es wurde an den betroffenen Menschen vorbei gesucht und gesagt, sie müssen dort hin, weil wir das wollen. Dann sind nur morgens und abends Sozialarbeiter vor Ort, weil sie tagsüber arbeiten müssen - das kann man mit einer Herde Pferde machen aber nicht mit volljährigen, freien Menschen, die sich frei bewegen können."