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Radio Hamburg

Radioaktivität in Deutschland

Messung in Hamburg

Auch in Hamburg wird regelmäßig gemessen, wie viel Radioaktivität sich in der Luft befindet.

Hamburg/Berlin - In Hamburg wird regelmäßig die Radioaktivität in der Luft gemessen - ganz unabhängig von der Katastrophe jetzt in Japan. Schon seit dem Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 wird die Luft in ganz Deutschland auf Radioaktivität überprüft. So können schon die kleinsten Veränderungen sofort erkannt werden und die Behörden haben die Chance, zu reagieren.

In ganz Deutschland gibt es 1.800 Messstationen, die alle 24 Stunden die Luft auf Radioaktivität überprüfen. Hamburg hat neun Messsonden über das Stadtgebiet verteilt. Laut Bundesamt für Strahlenschutz etwa alle 15 Kilometer eine Mess-Station. Jede Station hat einen eigenen, ortsspezifischen Schwellenwert - im Mittel liegen dieser aber bei 0,08 Mikrosievert pro Stunde. Der Grenzwert liegt bei 1 Millisievert. Zum Vergleich: am Atomkraftwerk Fukushima in Japan wird aktuell ein Wert von 400 MILLIsievert gemessen - eine todbringende Bestrahlung. Sollte der Schwellenwert bei zwei benachbarten Hamburger Stationen überschritten sein, geht in der Messnetz-Zentrale eine sogenannte Frühwarnmeldung ein. Automatisch analysieren Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz die Situation. Doch seit Beginn der Aufzeichnungen ist das in Hamburg und ganz Deutschland noch nie passiert.

Die einzelnen Messstationen in Hamburg und den Kurvenverlauf der Radioaktivität in unserer Stadt sehen Sie unter www.bfs.de.

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Kernschmelze: Was ist das?

  • Was heißt Kernschmelze?

    Als Kernschmelze bezeichnet man einen schweren Unfall in einem Kernreaktor, bei dem sich die Brennstäbe im Reaktorkern übermäßig erhitzen, schmelzen und gegebenenfalls ineinanderlaufen. Die Kettenreaktion erfolgt dann „unkontrolliert“. Steht der Reaktordruckbehälter noch unter Druck, kann es bei der Reaktion mit Wasserdampf zu einer Explosion kommen. Dadurch können hochradioaktive Spaltprodukte nach außen dringen und sich in der Umgebung ausbreiten.

  • Wann kann es zu einer Kernschmelze kommen?

    Im ummantelten Brennstab befindet sich der Stoff, der gespalten wird - also Uran oder Plutonium. Zur Kernschmelze kann es kommen, wenn Kühl- und Sicherungssysteme ausfallen. Dies ist in Japan nach dem Erdbeben der Fall gewesen.

  • Wie gefährlich ist eine Kernschmelze?

    Eine Kernschmelze ist sehr gefährlich! Das hochradioaktive Material aus den Brennstäben könnte in das Grundwasser oder bei einer Explosion und Beschädigung des Reaktordruckgefäßes auch in die Atmosphäre gelangen. Das war beim Unglück von Tschernobyl der Fall.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich mit den Ländern darauf verständigt, dass die sieben vor 1980 gebauten Kernkraftwerke vorübergehend abgeschaltet werden. Die betreffe die drei Monate, in denen die Laufzeitverlängerung ausgesetzt wird, sagte Merkel in Berlin nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder mit Atomkraftwerken.

Die Vorfälle in Japan beschäftigen viele Menschen hier in Deutschland und stellen auch uns vor die Frage, ob wir noch Atomkraft wollen. Vor Hamburgs Türen stehen ja drei Meiler, von denen zwei allerdings nach Pannenserien abgeschaltet sind.

Die vorübergehende Abschaltung betrifft die sieben vor 1980 gebauten AKW Neckarwestheim I, Philippsburg I (Baden-Württemberg), Biblis A und B (Hessen), Isar I (Bayern), Unterweser (Niedersachsen) und das ohnehin stillstehende AKW Brunsbüttel (Schleswig-Holstein). Zudem bleibt als achter Meiler das 1983 ans Netz gegangene und nach
Pannen abgeschaltete AKW Krümmel in Schleswig-Holstein vom Netz getrennt. Die AKW gingen bereits am Dienstag (15.03.2011) nach und nach vom Netz. Neckarwestheim I, Isar I, Biblis A sowie wahrscheinlich die beiden stillstehenden Anlagen in Schleswig-Holstein sollen nach dem Willen der zuständigen Länder dauerhaft abgeschaltet werden.