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Radio Hamburg

Prozess erneut unterbrochen

Drach-Prozess nach Erklärung vertagt

Nach der Verlesung der Anklage und einer Erklärung Thomas Drachs wurde der Prozess auf Montag (17.10.2011) vertagt. Ein Urteil wird Ende Oktober erwartet.

Hamburg - Der Prozess gegen den Reemtsma-Entführer Thomas Drach, der wegen versuchter Erpressung seines Bruders  angeklagt wurde, ist nach Verlesung der Anklage und einer Erklärung Drachs unterbrochen worden.

Der 51-Jährige wies am Donnerstag (13.10.) beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Hamburg die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurück. Drach soll laut Anklage aus der Haft heraus versucht haben, über Dritte seinen Bruder zur Herausgabe der noch versteckten Millionen aus dem Lösegeld für den Millionär Jan Philipp Reemtsma zu nötigen.

Der Beginn der Verhandlung hatte sich um zwei Stunden verzögert, weil sich der 51-Jährige Drach geweigert hatte, bei der Fahrt vom Gefängnis zum Gericht eine Augenbinde zu tragen. Die Schlafbrille sollte er wegen bestehender Fluchtgefahr tragen, damit er den Fahrweg nicht sehen kann. Drach wurde dann schließlich mit Handschellen gefesselt in den Gerichtssaal gebracht. In einer persönlichen Einlassung wies Drach die Anklage zurück. Die ganze Verhandlung sei "albernes Theater", sagte er. "Das sind alles familieninterne Angelegenheiten." Welche Absprachen er mit seinem Bruder habe, werde das Gericht nicht erfahren: "Das haben Sie in den 15 Jahren nicht erfahren, und das werden Sie auch heute nicht erfahren."

Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hat Drach im Februar 2009 einen Brief geschrieben, der von den Behörden abgefangen worden war. In dem Brief stand: "Wenn du nichts zu tun hast, dann fang mal meinen Bruder ab. Er hat sechs Monate Zeit, 30 Millionen Euro zu besorgen." Seiner Mutter soll er kurz darauf geschrieben haben: "Ich will nicht, dass die Ratte nur einen Euro von meinem Geld ausgibt." Drachs Anwalt erklärte vor Gericht, die Formulierungen in den Briefen würden lediglich von einem harten Umgangston innerhalb der Familie zeugen." Strafbar sind sie mit Sicherheit nicht." Es handele sich um eine innerfamiliäre Angelegenheit, die weder die Öffentlichkeit noch die Justiz tangieren sollten. Der Prozess wird am 17. Oktober fortgesetzt. Ein Urteil wird Ende Oktober erwartet. (dpa)