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Radio Hamburg

Nach dem Tod von Chantal

Immer mehr Familien wollen Pflegekinder

Hamburg, 11.04.2012

In Hamburg wollen immer mehr Familien Pflegekinder aufnehmen. Die Kontrollen sind gestiegen.

Das Interesse an Pflegschaften für Kinder ist in Hamburg stark gestiegen. Die Informationsveranstaltungen für Interessenten sind zum Teil über Wochen hinaus ausgebucht, das berichtet das Abendblatt. Das ist eine Folge der traurigen Geschichte um die elfjährige Chantal aus Wilhelmsburg, die im Januar bei ihren Pflegeeltern ums Leben gekommen ist. Eine weitere Folge ist: An Pflegeeltern werden deutlich höhere Anforderungen gestellt.

Gesundheitszeugnis und Drogentest nötig

Viele Hamburger sind erschüttert gewesen, als die Zustände in Chantals Pflegefamile öffentlich geworden sind. Beide Pflegeeltern drogensüchtig, der Pflegevater sogar vorbestraft. Mittlerweile ist die damals zuständige Jugendamtsleiterin Pia Wolters versetzt worden und der Bezirksamtschaf Mitte, Markus Schreiber, zurückgetreten. Hamburg gibt sich seitdem bei der Auswahl künftiger Pflegeeltern mehr Mühe - sie müssen jetzt einen Drogentest, ein Gesundheitszeugnis und ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.

Finanzieller Anreiz ist groß

Trotzdem muss nicht unbedingt bei allen Bewerbern besondere Kinderliebe die Triebfeder sein - Pflegekinder können auch ordentlich zum Familieneinkommen beitragen. Pro Pflegekind gibt es bis zu 1.000 Euro und Zuschüsse zur Altersversorgung. Gerade für einkommensschwache Familien ist der Anreiz ganz besonders groß.

Chantal war am 16. Januar gestorben

Chantal war am 16. Januar in der Obhut ihrer drogensüchtigen Pflegeeltern an einer Überdosis Methadon gestorben. In der Garage der Familie im Stadtteil Wilhelmsburg hatten die Ermittler 31 Methadon-Tabletten entdeckt, am Arbeitsplatz des Pflegevaters eine weitere.