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Radio Hamburg

Hamburg Jenfeld

Sicherungsverwahrte sollen nach Moorburg ziehen

Hamburg, 25.08.2012

Nach acht Monaten sollen drei ehemalige Sicherungsverwahrte von Jenfeld nach Moorburg ziehen. Anwohner hatten in Jenfeld gegen die Unterbringung demonstriert.

Nach monatelanger Suche hat die Hansestadt Medienberichten zufolge eine neue Unterkunft für drei ehemalige Sicherungsverwahrte gefunden. Die Männer, die bislang in einem Haus im Stadtteil Jenfeld untergebracht sind, sollen nach Moorburg
umziehen, berichtet das "Hamburger Abendblatt" am Samstag.

Abgelegenes Gebäude

Unter über zehn infrage kommenden Objekten hätten Behördenexperten ein freistehendes zweistöckiges Haus in Moorburg ausgewählt. In dem relativ abgelegenen Gebäude gebe es drei etwa 40 Quadratmeter große Wohnungen für die Männer, und im Erdgeschoss sei genug Platz für Polizei und Therapeuten. Sicherheit und Betreuung seien so gewährleistet, sagte ein Sprecher der Justizbehörde.

Moorburg soll zustimmen

Justizsenatorin Jana Schiedek, Innensenator Michael Neumann und Sozialsenator Detlef Scheele, alle Mitglieder der SPD, informierten dem Bericht im "Abendblatt" zufolge am Freitagabend den Moorburger Gesprächskreis über ihre Pläne. In dem Gremium sitzen Vertreter von Vereinen und Verbänden.

Kritik kam von Antje Jaeger, Abgeordnete der CDU-Fraktion in der Harburger Bezirksversammlung und Vorsitzende des Sozialausschusses. "Diese Entscheidung zerstört das Dorf", zitierte die Zeitung die Politikerin. Moorburg sei eine Enklave, die eher auf Zuzug hoffe. Doch durch solche Entscheidungen werde alles noch schlimmer gemacht.

Im ehemaligen Altenheim untergebracht

Bislang sind die drei Sicherungsverwahrten noch in einem ehemaligen Altenheim in Jenfeld untergebracht, dort soll jedoch in unmittelbarer Nähe eine Kita gebaut werden, außerdem läuft der Mietvertrag der Stadt mit dem Träger aus.

Der Umzug ist freiwillig

Die Sicherheitsverwahrten sind den Berichten zufolge über die Pläne informiert. Ob sie nach Moorburg umziehen, ist jedoch ihre freie Entscheidung. Nach Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des Bundesverfassungsgerichts darf eine Sicherungsverwahrung nicht mehr nachträglich auf unbestimmte Zeit verlängert werden.

Deshalb mussten und müssen mehrere als gefährlich geltende ehemalige Schwerverbrecher freigelassen werden, die ihre reguläre Haftstrafe abgesessen haben. Ihren Wohnort können sie eigentlich frei wählen. Da sie jedoch große Schwierigkeiten haben, eine Wohnung zu finden, hatte der Senat zunächst ein ehemaliges Altenheim in Jenfeld als zentralen Wohnort für gleich mehrere entlassene Sicherungsverwahrte auserkoren.