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Radio Hamburg

Moorburg

Protest gegen Umzug von Ex-Sicherungsverwahrten

Hamburg, 28.08.2012
Protest gegen Ex-Sicherungsverwahrte Jenfeld

Auch Moorburg sträubt sich und will die Ex-Sicherungsverwahrten aus Jenfeld nicht im Stadtteil haben. (Archivbild vom Protest aus Jenfeld)

Wer will sie schon? Auch Moorburg sträubt sich und will die Ex-Sicherungsverwahrten aus Jenfeld nicht im Stadtteil haben.

Möchten Sie einen Vergewaltiger oder Totschläger neben sich wohnen haben? Niemand wird freiwillig Hier rufen, wenn es um die Verteilung ehemaliger Sicherungsverwahrter geht. Aber irgendwo müssen sie hin. Wir können ihnen das Menschenrecht auf ein Dach über dem Kopf nicht verwehren. Und wo auch immer man sie unterbringt, es wird Protest geben. Die Entscheidung des Hamburger Senats, drei Ex-Sicherungsverwahrte, die momentan in Jenfeld leben, demnächst in Moorburg einzuquartieren, sorgt auch für Aufregung und Protest. Die Anwohner sind wütend.

Keiner will die Ex-Sicherungsverwahrten

Wir haben mit Claudia Kulenkampff vom Runden Tisch Moorburg gesprochen und sie gefragt, warum sie der Meinung ist, dass die Ex-Sicherungsverwahrten nicht nach Moorburg gehören:

"Ich würde das nicht so geballt an einem Standort in Hamburg aufbauen, denn das bedeutet ja auch für uns, das ist eine Station, wo Fluktuation ist. Ich würde das auf jeden Fall mehr entkernen und mit Menschen zusammen Konzepte entwickelt und nicht das der Senat uns das aufdrückt."

Nach den Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte und des Bundesverfassungsgerichts darf die Sicherungsverwahrung nicht nachträglich unendlich verlängert werden, auch wenn die Verbrecher weiter als gefährlich gelten. Sie dürfen wohnen, wo sie wollen. Da sie allerdings auf dem freien Markt keine Wohnung finden, sind drei von ihnen bislang in einem ehemaligen Altenheim in Jenfeld untergebracht.
 
 Der Mietvertrag läuft zum Jahresende aus - deshalb haben die Behörden mehrere Alternativen geprüft und ein Haus in Moorburg als neuen Wohnort auserkoren.

(rhi/aba)