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Radio Hamburg

Schul- und Bildungsvergleich

Hamburg macht gute Fortschritte

Hamburg, 16.08.2012

Das Hamburger Bildungssystem hat nach dem neuen Bildungsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft die stärksten Fortschritte aller Bundesländer gemacht.

Noten für die Bildungspolitik: Jedes Jahr stellt die arbeitgebernahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft den Bildungssystemen der Länder Zeugnisse aus. Im Vorjahr war Hamburg im Ländervergleich der große Verlierer, jetzt der große Aufsteiger. Die Schulen der Hansestadt belegten jetzt im Ländervergleich Rang 8, teilte die arbeitgebernahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft am Mittwoch in Berlin mit. Spitzenreiter sind Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg, Schlusslichter das Saarland, Berlin und - auf dem letzten Platz - Schleswig-Holstein.

2011 noch auf Platz 14

Im Bildungsmonitor 2011 war Hamburg noch vom 11. auf den 14. Rang zurückgefallen. Vorangekommen sei die Hansestadt jetzt vor allem beim Ausbau der Infrastruktur, der Sicherung der Teilhabechancen und der Stärkung der Wachstumskräfte. Damit beziehen sich die Autoren der Studie auf die gestiegenen Anzahl von Hochschulabsolventen. Schlecht schneidet Hamburg bei der Schulabbrecherquote ab. Sie lag den Angaben zufolge im Jahr 2010 bei 8,0 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt von 6,1 Prozent. Allerdings machten die ausländischen Schüler Fortschritte. Ihr Anteil an den Abgängern ohne Abschluss sank von 14,9 Prozent (2009) auf 12,6, wie Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft sagte. Zugleich sei die Zahl der nicht-deutschen Schüler stark gestiegen.

Hohe "Bildungsarmut" in Hamburg

Zur hohen "Bildungsarmut" in Hamburg (Platz 14) trägt auch die geringe Lesefähigkeit vieler Schüler bei. Im Jahr 2009 hätten 11,9 Prozent der Schüler die Mindeststandards der Kultusministerkonferenz verfehlt. Nur in Bremen und Berlin war diese Quote mit je 14,2 noch höher. Schlecht steht Hamburg auch bei der Zahl der Jungakademiker im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich da. Nur 10,9 Prozent aller Hochschulabsolventen machten im Jahr 2010 einen solchen Abschluss. Das sei der niedrigste Wert aller Bundesländer und auch verglichen mit dem Bedarf an Ingenieuren in der Region Hamburg sehr wenig. Der Anteil der Mathematiker, Informatiker und Naturwissenschaftler (MINT) am Hochschulpersonal sei mit 29,5 Prozent der viertkleinste in Deutschland gewesen. "Der Ausbau der MINT-Fächer wurde eher vernachlässigt", kritisierte Plünnecke.

Lob für berufliche Bildung

Großes Lob bekommt die berufliche Bildung in der Hansestadt. "Das Stellenangebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen in Relation zur Größe der Bevölkerung ist in Hamburg sehr gut", stellen die Autoren
fest. Mit einer Ausbildungsquote von 84,4 Prozent liege Hamburg hinter Bremen auf Platz 2. Auch die Erfolgsquote bei den Abschlussprüfungen sei überdurchschnittlich. Die Zahl der Fortbildungsabsolventen sei ebenfalls sehr hoch, nur Bayern habe hier eine bessere Quote. Die Einführung der Stadtteilschulen, die seit dem Schuljahr 2010/11 Haupt-, Real- und Gesamtschulen in Hamburg ersetzen, wurde vom Bildungsmonitor 2012 noch nicht berücksichtigt. Als besonders positiv gilt den Autoren der Ausbau der Kitas und Ganztagsschulen. Davon profitierten vor allem Kinder von Alleinerziehenden und Migranten, hieß es.

(dpa/lhö)