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Radio Hamburg

Zirkus um Jeremie geht weiter

Jugendämter sollen Fälle genau prüfen

Hamburg, 04.12.2012
Jeremie - 11-Jähriger fährt mit Kleintransporter nach Hamburg

Der Zirkus um den 11-jährigen Jeremie geht weiter.

Während der 11-jährige Jeremie verschwunden bleibt, hat sich Hamburgs Sozialsenator Detlef Scheele in den Fall eingeschaltet.

Die Jugendämter sollen jetzt alle Fälle genau prüfen, in denen Hamburger Kinder, wie Jeremie, in Zirkus- oder Schaustellerfamilien untergebracht sind.

Fall beschäftigt Bürgerschaft

Zeitgleich hat der Fall die Bürgerschaft erreicht. Die Grünen-Abgeordnete Christiane Blömeke hat eine Reihe Anfragen gestellt. Darin geht es zuerst ums Geld.

Knapp 7.400 Euro kostet die Maßnahme, Jeremie in dem Zirkus unterzubringen. Davon bekommt die Pflegemutter 2.400 Euro, also fragt Blömeke, wo bleibt der Rest? Der zuständige Neukirchener Erziehungsverein erklärt dazu, der Betrag setzt sich aus Personalkosten, Fachaufsicht und pädagogischer Betreuung sowie Fortbildung und Verwaltungskosten zusammen.

Eine weitere zentrale Frage: Wieso bekommt ein Kind, bei dem intensivpädagogische Betreuung verordnet ist, nur alle zwei Wochen Besuch von einer Pädagogin? Laut dem Erziehungsverein haben  Pädagogen durchaus ständigen Kontakt zu den Pflegefalleltern und sind auch rund um die Uhr erreichbar gewesen – Fortsetzung folgt.  

(dro / ste)