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Radio Hamburg

Einheitliche Standards in Hamburg

Zentralabitur wird ausgeweitet

RHH - Expired Image

Hamburg führt 2014 für alle Fächer das Zentralabitur ein.

Schulsenator Ties Rabe weitet das Zentralabitur aus. Ab 2014 kommen viele weitere Fächer hinzu.

Hamburg, 28.02.2012

Hamburg führt 2014 in allen Fächern das Zentralabitur ein. Außerdem wird der bislang frühe Prüfungstermin Anfang des Jahres verschoben und wie in vielen anderen Bundesländern in den April gelegt, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Montag in der Hansestadt. Er begründete seine Entscheidung mit gleichen Maßstäben für ganz Hamburg. "Das Abitur zwischen Eidelstedt und Eimsbüttel sollte schon dasselbe sein." Für ganz Deutschland sei ein klassisches Zentralabitur schon wegen der dann zwingend notwendigen einheitlichen Ferientermine nicht sinnvoll, sagte Rabe, der derzeit auch Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) ist. Die KMK werde sich aber am 8. März im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem Thema befassen. "Ich bin ganz zuversichtlich, dass es gelingen wird, Regelungen für alle Bundesländer zu verabreden."

Keine Leistungsunterschiede

Es sei richtig, die Abiturprüfungen zwischen Oberstdorf und Flensburg auf solch ein Niveau zu bringen, dass es keine Leistungs- und Anspruchsunterschiede mehr gebe, betonte Rabe. Darüber seien sich die Kultusminister auch einig. "Aber das ist ein gewaltiger Schritt, den es in Deutschland so lange Zeit nicht gegeben hat."

Rabe zeigte sich nicht sehr erfreut über den Vorstoß von Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU), der 2014 in sechs Ländern mit einem einheitlichen Abitur in Deutsch, Englisch und Mathematik beginnen will. Es sei nicht hilfreich, das Thema eine Woche vor einer Kultusministerkonferenz mit derart engen Zeitplänen zu befrachten, sagte Rabe und fügte mit Blick auf die Länder an: "Ich würde doch dazu raten, dass alle die Füße stillhalten."

Nur Nischenfächer ausgenommen

Bislang werden in Hamburg nur Deutsch, Mathematik und einige Fremdsprachen zentral geprüft. "Ich halte das nicht für vernünftig", sagte Rabe. Vom Zentralabitur in den Stadtteilschulen und Gymnasien ausgenommen seien künftig nur Fächer wie Kunst und Theater oder einige Nischenfächer wie Chinesisch oder Italienisch. Rabe betonte, die Änderungen seien mit den Schulen abgesprochen. "Im Kern sehe ich mich mit diesen Reformvorschlägen durchaus in Übereinstimmung mit
denjenigen, die an der Schule mit dem Abitur zu tun haben."

Termine werden später gelegt

Das gelte auch über die Prüfungstermine, die in keinem anderen Bundesland so früh seien wie in Hamburg. "Das führt nach meiner Auffassung dazu, dass wir unnötig viel Unterrichtszeit vergeuden, denn im Großen und Ganzen ist nach der schriftlichen Abiturprüfung die Luft raus", sagte Rabe. Denn nach der schweren Abiturzeit tröpfele der Unterricht dann nur noch vor sich hin. "Deswegen werden wir die Hamburger Prüfungstermine analog zu allen anderen Bundesländern deutlich später legen."

Änderung der mündlichen Abiturprüfung

Daneben will Rabe auch die mündliche Abiturprüfung verändern. Seit 2010 erhalten Hamburgs Schüler rund drei Wochen vor dem Termin die Prüfungsaufgabe, zu der sich befragen lassen müssen. Wegen der unterschiedlichen Vorbereitungsmöglichkeiten der Schüler, aber auch wegen der Arbeitsbelastung der Lehrer will Rabe schon vom kommenden Jahr an auch wieder das alte Modell der mündlichen Prüfung zulassen. Das heißt: Die Schüler erhalten kurz vor der Prüfung ihr Thema, über das sie dann referieren. Ebenfalls der Arbeitserleichterung in Stadtteilschulen diene eine Reduzierung der Abschlussprüfungen für Hauptschüler. Sie sollen nur noch jene Schüler absolvieren, die erkennbar am Realschulabschluss scheitern würden.

(dpa)