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Radio Hamburg

Rechtsfragen zu Facebook-Fotos

Wollte Unfall-Schlittschuhfahrer helfen?

RHH - Expired Image

Die Tätersuche des Vaters nach dem Unfall-Schlittschuhfahrers über sein Facebook-Profil machte in den letzten Tagen Schlagzeilen.

Die Suche nach einem Unfallversursacher vom Alstereisvergnügen hat in den vergangenen Tagen viele Fragen aufgeworfen.

Hamburg, 17.02.2012

Der Vater einer von einem Schlittschuhfahrer umgefahrenen 17-Jährigen hat in seinem Facebook-Profil mit einem Foto nach dem vermeintlichen Täter gesucht und ihn der "Flucht vom Unfallort" beschuldigt.
Der Hamburger Anwalt Martin Bahr ist spezialisiert auf Internetrecht. Er vertritt jetzt auch den Gesuchten und droht dem Vater des Unfallopfers mit einer Klage wegen der Veröffentlichung seines Bildes.

Fotos im Internet

Zu der Frage, ob man überhaupt andere Leute ins Internet stellen darf, sagt Bahr: „Fotos, auf denen andere Personen zu sehen sind, dürfen grundsätzlich nur mit Einwilligung der betreffenden Person die Fotos online stellen. Das heißt, sobald außer mir noch jemand anderes abgebildet ist, brauche ich immer dessen Zustimmung.“

Gibt es auch Ausnahmen?

„Eine Ausnahmen sind Panoramafotos von öffentlichen Veranstaltungen, auf denen mehrere Personen zu sehen sind. Dann müssen nicht alle auf dem Bild zusehenden Personen um Einwilligung gefragt werden.“, beantwortet Bahr.

Welche Strafe gibt es?

„Es gibt zwei Bereiche das Strafrecht und das Zivilrecht. In der Praxis ist das Strafrecht eher zu vernachlässigen. Als Privatperson droht mir eine kostenpflichtige Abmahnung vom Rechtsanwalt. Das bedeutet, wenn ich ein Foto hochgestelle, auf dem eine andere Person zu sehen ist, bekomme ich eher Post vom Anwalt und das kann zwischen 800 und 1500 Euro Abmahnkosten bedeutet.“

Hilfe angeboten

Der Anwalt Martin Bahr, der auch den Unfall-Schlittschuhfahrer vom Alstereisvergnügen vertritt. Laut Bahr hat sein Mandat dem Unfallopfer sehr wohl Hilfe angeboten, die das Mädchen abgelehnt haben soll.