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Radio Hamburg

Tod der 11-jährigen Chantal

Keine Anhaltspunkte für weiteren Drogenkonsum

Toxikologische Untersuchungen haben ergeben, dass die 11-jährige Chantal vor ihrem Tod an einer Überdosis Methadon mit keinen Drogen in Kontakt gekommen ist.

Hamburg, 16.02.2012

Die elfjährige Chantal aus Hamburg ist vor ihrem Tod an einer Überdosis Methadon bei ihren Pflegeeltern nicht mit Drogen oder Ersatzdrogen in Kontakt gekommen.

Toxikologische Untersuchung

"Es gibt keine Anhaltspunkte für einen vorherigen Konsum", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers, am Donnerstag.  Das hätten die Ergebnisse von toxikologischen Untersuchungen etwa der Haare gezeigt.

An einer Methadon-Tablette gestorben

Chantal war am 16. Januar in der Obhut ihrer drogensüchtigen Pflegeeltern an der Heroin-Ersatzdroge Methadon gestorben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Kind am Abend zuvor eine Methadon-Tablette genommen hat. «Dass der Tod etwa 20 Stunden später eintritt, entspricht wissenschaftlichen Erkenntnissen», sagte Möllers. Chantal hatte vor ihrem Tod über Unwohlsein geklagt und sich mehrfach übergeben.

In der Garage der Familie im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg hatten die Ermittler 31 Methadon-Tabletten entdeckt, am Arbeitsplatz des Pflegevaters eine weitere. Das endgültige Obduktionsergebnis liegt der Staatsanwaltschaft bisher nicht vor.

Bezirksamtschef Markus Schreiber zurückgetreten

In Zusammenhang mit dem Tod des Mädchens war vor knapp einer Woche der umstrittene Chef des Bezirksamts Hamburg-Mitte, Markus Schreiber (SPD), zurückgetreten. Das Jugendamt in seinem Bezirk hatte Chantal betreut. (dpa)