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Radio Hamburg

Silikon-Skandal

180 Fälle in Hamburg

Implantate

Das Silikon der Implantate kann auslaufen, sich im Körper verteilen und Entzündungen auslösen.

Ärzte setzten Billig-Brustimplantate der Firma PIP deutschlandweit ein, das melden die Bundesländer. Hamburg ist mit 180 Fällen besonders stark betroffen.

Hamburg - Viele deutsche Kliniken haben ihren Patientinnen Billig-Brustimplantate der französischen Firma PIP eingesetzt. Der Silikon-Skandal erstreckt sich über alle Bundesländer. Offensichtlich sind die Städte Düsseldorf und Hamburg besonders betroffen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. Seit Mittwoch ist klar, dass die Patientinnen kaum auf Entschädigungen des Unternehmens hoffen können.

Unterstützung für Betroffene

Nun werden immer mehr Stimmen laut, die Unterstützung für die Betroffenen fordern oder anbieten. Die Implantate seien zu 20 bis 25 Prozent aus medizinischem Anlass, der Rest aus Schönheitsgründen eingesetzt worden. Die deutschen Kassen tragen im ersten Fall die Kosten der Kissen-Entfernung und der neuen Implantate. Bei Schönheitsoperationen müssen Patientinnen die Kosten zum Teil oder ganz übernehmen. Viele Kassen haben den betroffenen Frauen aber schon von sich aus zusätzliche Unterstützung angeboten.

180 Fälle in Hamburg

In Hamburg sind nach Angaben von Medizinern bislang 180 Frauen bekannt, die PIP-Silikonkissen erhalten haben. «Ich kenne vier Fälle, in denen die Implantate schon ausgetauscht wurden», sagte die Hamburger Landesvorsitzende der Deutschen Gesellschaft der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgen, Regina Wagner, am Donnerstag (12.01.). Bis auf Brandenburg, das Land erhob bislang keine Daten, meldeten alle Bundesländer zumindest Einzelfälle.

Langfristige Kontrollen für Implantate

Gesundheitsexperte der Verbraucherzentrale Hamburg, Christoph Kranich, forderte in der «Neue Osnabrücker Zeitung» langfristige Kontrollen. Auch Jahre nach der Einführung eines Produkts, müssten unangekündigte Untersuchungen erfolgen. Der Bundesrat wird voraussichtlich am 10. Februar eine neue nationale Regelung zur Überwachung von Medizinprodukten beschließen, die Anfang 2013 in Kraft treten soll. Ziel sind Qualitätskontrollen auf deutschlandweit einheitlichem Niveau.

Bis zu 500.000 Frauen betroffen

Weltweit sollen zwischen 400.000 und 500.000 Frauen minderwertige Silikonkissen der französischen Firma Poly Implant Prothèse (PIP) erhalten haben. Deren Silikon kann aus den Implantaten sickern, sich im Körper verteilen und Entzündungen auslösen. Es wird befürchtet, dass dies das Krebsrisiko erhöht, was jedoch nicht bewiesen ist.