Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Umweltverschmutzung in Winterhude

Hamburg kämpft gegen Gift im Boden

Hamburg, 19.07.2012
RHH - Expired Image

Hamburg hat mit bis zu 50 Jahre alten Giften einer chemischen Reinigung im Boden in Winterhude zu kämpfen.

Hamburg hat mit bis zu 50 Jahre alten Giften einer chemischen Reinigung im Boden in Winterhude zu kämpfen.

Hamburg kämpft mit giftigem Müll, der teilweise über 50 Jahre alt ist. Eine der größten Altlasten aus der Nachkriegszeit ist das Gelände einer chemischen Reinigung in Winterhude, wo zuletzt das Möbelgeschäft "Die Wäscherei" gestanden hat. In drei Monaten beginnen nun die Säuberungsarbeiten. Aber welche Auswirkungen hat das auf die Menschen, die in der Nähe wohnen?

Krebserregendes Gift im Wohngebiet

Die chemische Reinigung in der Nähe der Jarrestraße hatte giftige Lösungsmittel einfach ins Grundwasser sickern lassen. Damals gab es noch keine konkreten Umweltstandards oder Auflagen wie heute. Im Boden wurde jetzt das Gift Vinylchlorid gefunden, ein extrem gesundheitsgefährdendes und sogar krebserregendes Gift.

Keine gesundheitliche Gefährdung für Menschen

Da das Wasser im Boden in Bewegung ist und fließt, hat sich das Gift unterirdisch mittlerweile von der Jarrestraße bis zur 500 Meter südlich gelegenen Weidestraße ausgebreitet. Und das mitten im Wohngebiet. Ingenieur Hermann Brandt kann aber Entwarnung zum Thema Gesundheitsgefährdung geben: "Es besteht jetzt aktuell für Menschen, die da wohnen oder in der Umgebung - also in dem Sinne, dass etwas ausgast und man dadurch gesundheitliche Schäden erwarten müsste - keine Gefahr. Es ist halt eine starke Gefährdung des Bodens und des Grundwassers."

In der Jarrestraße wird nun ab Oktober eine Anlage montiert, die das Sickerwasser unter dem Gelände der ehemaligen Wäscherei säubert. Die Giftfahne soll mit Hilfe von fünf Brunnen aufgesogen werden. Damit wird ein Großteil der Schadstoffe entfernt. Ob das Grundwasser aber restlos gereinigt werden kann, ist unklar. Für die Umwelt bleibt also ein Risikofaktor.

(nst/aba)