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Radio Hamburg

Bilanz zum Nazi-Aufmarsch

Hamburg setzt ein deutliches Zeichen gegen Rechtsradikale

Hamburg, 03.06.2012
Nazi Demo Wandsbek Pferde Wasserwerfer

Mit Pferdestaffeln und dem Einsatz von Wasserwerfern reagierte die Polizei auf die Demonstrationen.

Am Samstag (02.06.) fand in Wandsbek ein groß angekündigter Nazi-Aufmarsch statt. Hamburg hat auf zahlreichen Gegenveranstaltungen gezeigt, dass die Stadt bunt ist.

Schon vor dem Start der Nazi-Demonstration musste die Polizei erstmals eingreifen. Kriminelle hatten in der Nacht von Freitag auf Samstag diverse Mülleimer und auch Autos der Beamten angezündet. Als dann gegen 12:00 Uhr der Aufmarsch der Rechtsextremisten starten sollte, hatten sich aber weniger als 100 Nazis eingefunden, sodass der Beginn der Veranstaltung nach hinten verlegt werden musste. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gegendemonstrationen schon in vollem Gange.

Friedliche Stimmung auf dem Rathausmarkt

Schon um 09:30 hatte die erste Anti-Nazi-Veranstaltung auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz begonnen. Unter dem Slogan „Nazi-Aufmarsch stoppen“ marschierten viele Demonstranten entlang einer Route durch die Innenstadt. Um 11:00 Uhr startete dann die größte angekündigte Gegendemonstration auf dem Hamburger Rathausmarkt. 10.000 Hamburger nahmen an dem bunten Programm, mit Rednern aus Politik, Kirche und Literatur, teil. Bürgermeister Olaf Scholz betonte in seiner Ansprache, dass Hamburg „die Demokratie gegen die Nazis verteidigen“ werde und diese „eine verschwindende Minderheit in unserem schönen Land bleiben“. Highlight der Veranstaltung war die Mitmach-Aktion „der Rathausmarkt wird bunt“, bei der alle Anwesenden bunte Karten in die Luft hielten und den Rathausmarkt so in ein Farbenmeer tauchten.

Vereinzelte Ausschreitungen in Wandsbek

Obwohl die Polizei die Lage in Wandsbek gut im Griff hatte, kam es vereinzelt zu Krawallen. Neben vielen friedlichen Sitzblockaden, die den Nazi-Aufmarsch zu einer Änderung der Route zwangen, flogen auch Steine, Flaschen und Böller auf die Beamten, die mit dem Einsatz von Wasserwerfern reagierten. Insgesamt gab es in Wandsbek 70 Demonstranten, die in Gewahrsam oder festgenommen wurden, 38 Beamte wurden bei dem Großeinsatz verletzt. Die Nazis waren mit weniger Anhängern als erwartet angereist, erschreckten aber dennoch mit ausländerfeindlichen Parolen wie „Multikulti=Völkermord“. 

(mst)