Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Todesraser von Eppendorf

3 Jahre und 6 Monate Haft für Caesar S.

Hamburg, 05.06.2012
RHH - Expired Image

Caesar S., der Todesraser von Eppendorf, muss drei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.

Am Hamburger Landgericht ist das Urteil gefallen: Caesar S., der Todesraser von Eppendorf, muss drei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.

Der Todesfahrer von Hamburg-Eppendorf ist am Dienstag (05.06.) zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Mehr als ein Jahr nach dem Horror-Unfall mit vier Toten sprach das Hamburger Landgericht den 40-Jährigen der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung und der vorsätzlichen Gefährdung des Straßenverkehrs für schuldig. Neben der Haftstrafe ordnete das Gericht auch die Einziehung der Fahrerlaubnis an.

Caesar S. kannte das Risiko

Er hätte erkennen müssen, dass er jederzeit mit einem epileptischen Anfall hätte rechnen müsse, sagte die Vorsitzende Richterin in der Urteilsbegründung. "Sie haben das Unfallauto geführt, obwohl Sie fahruntauglich waren." Das Leid der Angehörigen sei unermesslich. Der 40-Jährige war am 12. März 2011 nach einem epileptischen Anfall über eine rote Ampel gerast. Sein Wagen schleuderte in mehrere Fußgänger und Radler. Vier Menschen kamen ums Leben, darunter der Sozialwissenschaftler Günter Amendt und der Schauspieler Dietmar Mues.

Angeklagter schilderte seine Betroffenheit

Zuvor hatte der Angeklagte in einem Schlusswort seine Betroffenheit geschildert und beteuert: "Ich bin kein unverbesserlicher Totraser». Er werde sich nie wieder ans Steuer eines Autos setzen und habe seine Fahrerlaubnis für immer abgegeben. "Jeder Tag und jede Stunde ist eine Last", sagte der 40-Jährige. Die Verteidigung des Mannes hatte auf Freispruch plädiert. Der epileptische Anfall sei für den Angeklagten damals tatsächlich aus heiterem Himmel gekommen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten gefordert.

(dpa/lhö)