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Radio Hamburg

Hamburg-Volksdorf

Frau als billige Arbeitskraft ausgebeutet?

RHH - Expired Image

Moderne Sklaverei in Hamburg-Volksdorf? Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Eine junge Frau aus Ecuador bezichtigt eine Familie aus Hamburg-Volksdorf, sie als billige Arbeitskraft ausgebeutet zu haben.

Hamburg, 16.03.2012

Die Staatsanwaltschaft prüft den Vorwurf des ausbeuterischen Menschenhandels, wie Behördensprecher Wilhelm Möllers am Donnerstag sagte. Die Familie bestreitet den Vorwurf. Ein Ecuadorianerin  bezichtigt eine Familie aus Hamburg-Volksdorf, sie als billige Arbeitskraft ausgebeutet zu haben. Über ihren Verteidiger erklärten sie nach Möllers' Angaben, sie hätten die Frau wie ein eigenes Kind behandelt und ausreichend Geld gezahlt. Die heute 21-Jährige sagte dagegen, sie habe für die Arbeit als Haushaltshilfe nur einen sehr geringen Betrag bekommen. Das "Hamburg Journal" im NDR-Fernsehen hatte zuerst über die Vorwürfe berichtet.

Verhandlung vor dem Arbeitsgericht

Mit der Familie der jungen Frau in Ecuador soll das Hamburger Paar vereinbart haben, ihr 800 Dollar pro Monat zu zahlen, erklärte Möllers - und zwar für eine Dauer von zwei Jahren. Die 21-Jährige habe erklärt, sie habe von Juni 2009 bis Dezember 2010 sieben Tage pro Woche arbeiten müssen. Im Dezember 2010 sei sie heimlich ausgezogen, im Januar 2011 habe sie sich bei der Polizei gemeldet. Wegen angeblich ausstehender Zahlungen gibt es im Juni eine Verhandlung vor dem Arbeitsgericht, wie eine Sprecherin am Donnerstag (15.03.2012) bestätigte. Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen das Paar wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz, gegen das Schwarzarbeitsgesetz und des Vorenthaltens von Arbeitsentgelt - nämlich Sozialversicherungsbeiträgen.

Die Ermittler haben bereits die Wohnung des Paares sowie Geschäftsräume durchsucht, wie Möllers sagte. Ein Karton mit schriftlichen Unterlagen werde noch ausgewertet.