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Radio Hamburg

Todesfahrer von Eppendorf

Staatsanwaltschaft fordert fast vier Jahre Haft

Hamburg, 31.05.2012
Schwerer Unfall in Eppendorf

Im März 2011 starben 4 Menschen bei dem Horror-Unfall in Eppendorf.

Im Gerichtsverfahren gegen den Todesfahrer von Eppendorf fordert die Staatsanwaltschaft drei Jahre und neun Monate Haft.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre und neun Monate Gefängnis für den Todesraser aus Eppendorf. Der Mann hat im vergangenen Jahr offenbar während eines epileptischen Anfalls einen schweren Verkehrsunfall in Eppendorf verursacht. «Durch sein Verhalten sind vier Menschen getötet worden», sagte die Anklagevertreterin am 31. Mai in ihrem Plädoyer. Darunter waren der Schauspieler Dietmar Mues und der Sozialforscher Günter Amendt. Die Verteidigung hat während des Prozesses immer wieder versucht, den Fahrer als unschuldig hinzustellen und der Angeklagte Caesar S. hatte beteuert kein Epileptiker zu sein.

Entsetzen bei den Muess Söhnen

Vor den Plädoyers haben am Vormittag zwei Söhne des Ehepaares Muess ausgesagt und haben deutlich gemacht, wie sehr sie unter dem Tod ihrer Eltern und dem Verhalten von Caesar S. vor Gericht zu leiden haben. Sie waren entsetzt, dass der Angeklagte die Schuld nur bei anderen Suche und Zeugen als Lügner darstelle.

Erster Anfall 2003

Laut Anklage hatte der Unfallfahrer am 12. März 2011 unmittelbar vor einer Kreuzung im Stadtteil Eppendorf einen Krampfanfall und war mit mindestens Tempo 100 über eine rote Ampel gerast. Sein Wagen schleuderte in eine Gruppe von Fußgängern und Radfahrern. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er sich trotz seiner Epilepsie-Erkrankung ans Steuer gesetzt habe. Seinen ersten Anfall sollte der Angeklagte 2003 gehabt haben.

Wiederholt vom Fahren abgeraten

Durch Aussagen von Ärzten, Kollegen und Freunden ist aber deutlich geworden, dass der Mann seit vielen Jahren um seine Krankheit weiß, ihm außerdem  Ärzte wiederholt vom Autofahren abgeraten haben und er bereits zuvor drei schwere Unfälle verursacht hat, bei zweien soll er ebenfalls Anfälle gehabt haben. Der Angeklagte zeige sich bis heute uneinsichtig, erklärte die Staatsanwaltschaft. Neben der Haftstrafe forderte diese auch das Entziehen des Führerscheins von dem Angeklagten.

(pov/dpa)