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Gegenvorschlag für Hafen-City-Seilbahn

Hamburg, 02.11.2012
Hafen-City-Seilbahn Leitner

So sieht der Vorschlag einer anderen Seilbahn für Hamburg aus.

Seit über einem Jahr laufen die Gespräche über die geplante Seilbahn von St. Pauli über die Elbe. Nun gibt es einen Gegenvorschlag.

Die Anwohner in Sankt Pauli sind gegen die vom Musicalbetreiber Stage Entertainment geplante Seilbahn, wie unsere repräsentative Trend Research-Umfrage ergeben hat. Zudem ist die deutliche Mehrheit der Hamburger nicht bereit, 10 Euro für eine Hin- und Rückfahrt zu bezahlen. Das scheint dem Seilbahnbauer Leitner und dem Hamburger Projektbüro Drees und Sommer alles nicht zu stören. Sie wollen auch eine Seilbahn bauen. Nur ihre Streckenführung ist anders. Der Startpunkt soll an der Hafen-City-Universität und nicht an der Glasichaussee sein. Das Ziel liegt dann ebenfalls in der Nähe des Musicalzeltes.

Die Hafen-City-Seilbahn

Leitner hat bereits urbane Seilbahnen in Hong Kong, Barcelona oder auch New York realisiert. Jetzt plant die Firma in Zusammenarbeit mit dem Projektbüro Drees & Sommer auch für Hamburg eine insgesamt ca. vier Kilometer lange Hafen-City-Seilbahn. "Aufgrund der längeren Strecke ist diese Seilbahn wesentlich attraktiver als der lose Sprung über die Elbe", so Michael Tanzer. Eine Fahrt soll 6,50 Euro kosten, für Hamburger lediglich 5 Euro und dauert bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 6 Metern pro Sekunde in etwa 15 Minuten. Die Seilhöhe liegt bei etwa 95 Metern, sodass Schiffe weiterhin ungestört verkehren können. In einer Kabine haben bis zu zehn Personen Platz, sie ist ebenso behinderten- wie fahrradgerecht.

Zahlen und Fakten

Beide Firmen betonen vor allem die Vorteile ihres Konzepts gegenüber dem Vorschlag der Stage Entertainment und Doppelmayr. Die geplante Seilbahn ist technisch einfacher gestaltet sowie wirtschaftlicher in der Nutzung und bietet so vor allem eine Entlastung für den Fährbetrieb, so die Unternehmen. Auch dieser Vorschlag sieht eine Privatfinanzierung vor. Die Realisierungskosten liegen bei 49 Millionen Euro. Genutzt werden soll die Seilbahn jährlich von über 1,5 Millionen Fahrgästen, so dass sich die Ausgaben nach zehn Jahren kompensiert hätten. Gerechnet wird mit einer Verhandlungszeit von drei bis vier Monaten und einer Bauzeit von zehn Monaten. In der momentanen Planungsphase sind 97 Kabinen für die Hafen-City-Seilbahn berücksichtigt.
Beide Firmen äußern sich bislang nicht zu Gesprächen mit der Stadt und den zuständigen Behörden. Sie sehen ihr Konzept allerdings nicht als Konkurrenz-Lösung für die Stadt, sondern eher als Gegenvorschlag.
(rbö)