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Radio Hamburg

Mietchaos in Hamburg

So finden Sie trotzdem eine Wohnung

Hamburg, 12.11.2012
Hamburg, Wohnung, Haus, Hamburg Marketing

Es ist nicht einfach in Hamburg eine nette Wohnung zu finden.

Wer in Hamburg eine Bleibe sucht, scheitert meist an endlosen Wartezeiten oder horrenden Mietpreisen. Wir haben Tipps von Experten, wie Sie in Hamburg trotzdem eine Wohnung finden können.

Die Mieten in Hamburg steigen seit Jahren, günstige Wohnungen sind vor allem in begehrten Stadtteilen wie Eimsbüttel oder Winterhude knapp. Wir haben Tipps von Experten, wie Sie in Hamburg trotz Wohnungsknappheit und langer Wartelisten eine Wohnung finden können.

Der Blick über die Elbe

Eckard Pahlke vom Mieterverein zu Hamburg empfiehlt Wohnungssuchenden einen Blick über die Elbe:

„Mein Tipp ist immer: Wohnungsuche in Wilhelmsburg und in den südlicheren Bereichen in Hamburg. Also auch ruhig mal über die Elbe nach Harburg gehen. (…) Ich bin neulich mal in Wilhelmsburg gewesen, da sollten die Leute mal gucken, was es da für schöne Häuser gibt und Wohnungen. Oder Bergedorf ist auch ein heißer Tipp.“

Zurückhaltung bei der Wohnungsbesichtigung

Eckard Pahlke sagt, dass bei der Wohnungsbesichtigung der erste Eindruck zählt, den der potentielle Mieter hinterlässt. Und der Einkommensnachweis. Außerdem rät er:

„Man darf sich nicht so darstellen, als wenn man sich so besonders in den Rechten der Mieter auskennt. Dann ist man oft bei der Wohnungsvergabe ausgeschlossen. Wenn die Vermieter merken: Oh, ich hab hier einen Mieter der Bescheid weiß. Den kann ich also nicht so über den Tisch ziehen, wie ich das bei Anderen gerne hätte. “

Wohnungssuche über eine Genossenschaft

Rund 132.000 Wohnungen bei uns sind in Genossenschafts-Hand und werden nur an Mitglieder vergeben. Petra Böhme vom Arbeitskreis Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften, weiß, wie man in Hamburg an eine Genossenschaftswohnung kommt:

„Man kann sich bei vielen als Interessent registrieren lassen und in dem Moment, wenn dann ein Wohnungsangebot kommt, wird man Mitglied. Das trifft aber nicht auf alle Genossenschaften zu. Es gibt auch einige, die nehmen gleich ein Mitglied auf und sehen dann zu, wenn das Mitglied Wohnungswünsche hat, diese zu erfüllen.“

Und für wen ist es sinnvoll, Genossenschaftsmitglied zu werden?

„Sinnvoll ist es für Leute die gerne langfristig planen. Genossenschaften haben ja ein Dauernutzungsrecht und kein Mietvertrag. Was die Genossenschaften bieten, ist eben viel drum herum: Nachbarschaftstreffs, viel Dienstleistungen um das Wohnen herum. Also wer sich bei seinem Vermieter ein Stück weit geborgen fühlen möchte, der ist auf jeden Fall gut bei einer Genossenschaft aufgehoben.“

Gute Qualität für wenig Geld

Joachim Wege vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen macht Mietern Hoffnung. Genossenschaftswohnungen sind im Schnitt nicht sehr teuer, sagt er:

„Die Mieten bei unseren Hamburg Genossenschaften liegen im Durchschnitt bei 5,89 Euro pro Quadratmeter und Monat. Das ist sehr gut und dafür wird eine gute Qualität geboten.“

Wohnungssuche in Hamburg ist für viele eine monate- oder sogar jahrelange Aufgabe. Schneller geht es bei der Wohnungssuche für diejenigen, die flexibler sind. Das meint Christiane Mattfeld vom städtischen Wohnungsunternehmen SAGA GWG:

„Wer sehr spezielle Vorstellungen hat, in sehr zentralen Stadtteilen von Hamburg eine Wohnung sucht. Da wird es ein bisschen dauern, bis wir helfen können. Wer ein bisschen flexibel ist bezüglich seiner Wohnungswünsche, dem können wir mit Sicherheit auch schneller helfen.“

Beste Chancen für junge Singles

Im Klartext bedeutet das wieder: Am Stadtrand findet man eher eine Wohnung, als in Eimsbüttel oder in Eppendorf. Petra Böhme, Vorsitzende des Arbeitskreises Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften, macht vor allem jungen Singles Mut:

„Wenn man eine kleine Wohnung sucht, dann geht das relativ schnell. Weil dort mehr Bewegung drin ist, also junge Leute ziehen ein, dann bekommen sie vielleicht ein Kind oder haben ein Partner und ziehen wieder aus. Such eine größere Wohnung, das ist ja auch immer Bewegung drin.“

Zusammengefasst sollte der Sprung über die Elbe eine Option sein, bei einer Wohnungsbesichtigung prahlt man besser nicht mit seinem Miet-Wissen und Sie sollten sich überlegen, ob eine Genossenschaftsmitgliedschaft für Sie in Frage kommt.