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Radio Hamburg

Vermisster Jeremie

Ist er bei Verwandten untergetaucht?

Hamburg , 25.11.2012
Jeremie - 11-Jähriger fährt mit Kleintransporter nach Hamburg

Dass Jeremie allein mit dem Transporter nach Hamburg gefahren ist, wird inzwischen stark bezweifelt.

Auch fünf Tage nach seinem Verschwinden aus einem Wanderzirkus in Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist der elfjährige Jeremie weiter untergetaucht.

Es gebe noch keine konkreten Hinweise auf den Aufenthaltsort des vermissten 11-jährigen Jungen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Hamburg. Die Polizei vermutet, dass sich der Elfjährige in seinem weitläufigen Verwandtenkreis aufhält.

Jugendamt stellt Strafanzeige wegen Verdachts auf Kindesentzug

Das Jugendamt Hamburg-Mitte, das den Jungen über einen Träger der Jugendhilfe in dem Wanderzirkus untergebracht hatte, hat nach NDR-Informationen unterdessen Strafanzeige wegen des Verdachts der Kindesentziehung erstattet. Jeremie soll mit dem Kleintransporter seiner Pflegeeltern von Lübtheen in Westmecklenburg nach Hamburg gefahren sein. Dass er das ohne Hilfe eines Erwachsenen schaffte, halten die Ermittler für unwahrscheinlich.

Zweifel an alleiniger Autofahrt wachsen

Auch der Chef des Bezirksamts Hamburg-Mitte, Andy Grote (SPD), bezweifelt nach Medienberichten, dass das Kind ohne Hilfe nach Hamburg gekommen sei. Alle Einstellungen am Transporter und der Kraftaufwand, der zum Lenken nötig sei, sprächen für einen erwachsenen Fahrer. Das bestätigte in Lübtheen auch Jeremies Pflegemutter Carmen Sperlich. "Den Wagen kann er nicht alleine gefahren haben", sagte sie bei einem Besuch von Mitarbeitern des Neukirchener Erziehungsvereins. Über diesen Trägerverein der Jugendhilfe hatte das Jugendamt Hamburg-Mitte den Elfjährigen in dem Wanderzirkus untergebracht.

Leibliche Mutter macht Jugendamt und Zirkusfamilie für Verschwinden verantwortlich

Jeremies Mutter und seine Großeltern machen laut Medienberichten das Jugendamt, den Träger und die Zirkusfamilie für sein Verschwinden verantwortlich. Er soll geschlagen und ausgenutzt worden sein. Der Neukirchner Erziehungsverein und Carmen Sperlich wiesen die Vorwürfe zurück. Bevor ein Kind in eine sogenannte Projektstelle gegeben werde, prüfe der Verein, dass die Grundsicherstellung im wirtschaftlichen Bereich gegeben sei, sagte Dietmar Glöge als Leiter des Bereichs Individualpädagogik des Vereins in Norddeutschland. Das sei auch im Falle der Zirkusfamilie passiert. Die Familien dürften nicht ihre Haupteinkünfte über die pädagogische Arbeit erwirtschaften. Wie viel Geld die Familie erhielt, könne er nicht sagen. Jedem Vorwurf werde aber gewissenhaft nachgegangen, sagte er.

 

(dpa/mag)