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Radio Hamburg

Nach Räumung einer HADAG Fähre

Probleme beim Zählen

Hamburg, 18.09.2012

Auf der HADAG Fähre "Övelgönne" sollen angeblich letzten Sonntag 361 Passagiere an Bord gewesen sein, nur 250 Personen sind erlaubt.

Letzten Sonntag (16. September) ist die HADAG Fähre "Övelgönne" mit angeblich 361 Passagieren an Bord von der Wasserschutzpolizei an den Landungsbrücken geräumt worden. Denn: Nur 250 dürfen rauf. Unser Reporter Niklas Naujok ist zur Elbe gefahren und hat bei der HADAG nachgefragt.

Niklas, wie viele Passagiere sind denn nun mitgefahren? "Das ist immer noch nicht klar. Die Wasserschutzpolizei hat ja 361 Menschen gezählt, damit über 100 mehr als rauf dürfen. Allerdings will die Chefin der HADAG, Gabriele Müller-Remer, diese Zahl nicht bestätigen."

Aber es gibt doch ein System, das die Anzahl der Fahrgäste zählt und bei Überfüllung Alarm schlägt? "Und genau das System ist heute getestet worden. Es ist fehlerhaft und muss jetzt neu eingerichtet werden. Ob das auch schon letzten Sonntag der Fall gewesen ist, oder erst seit gestern, ist unklar."

Sieht der Kapitän denn nicht, ob das System funktioniert? "Doch. Dafür gibt es eine grüne, eine gelbe und eine rote Lampe. Sind mehr als 230 Passagiere an Bord, dann geht die grüne Lampe aus und die gelbe an. In dem Moment werden keine Passagiere mehr an Bord gelassen. Sind es mehr als 250, leuchtet die rote Lampe. Zur Kontrolle, ob das System funktioniert, blinkt die grüne Lampe, sobald Fahrgäste die Fähre betreten."

Und hat die Lampe geleuchtet? "Diese Frage habe ich der Chefin der HADAG Frau Müller auch gestellt. Dazu kann sie nichts sagen."

Gibt es denn wenigstens mehr als 250 Rettungswesten? "Ja, dazu sagt Gabriele Müller-Remer von der HADAG: 'An Bord gibt es auf jedem unserer Schiffe zwei Mini-Slide-Anlagen. Die beinhalten, dass ein Rettungsfloß zu Wasser gelassen wird. In jedem Rettungsfloß können 130 Personen Platz nehmen. Bedeutet also 260 Personen können dort sitzen. Zuzüglich von 124 Rettungswesten macht 384 Rettungsmittel'."

(nna / ste)