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Radio Hamburg

Badeunfall im Stadtparksee

18-Jähriger im künstlichen Koma

Hamburg , 05.08.2013
Stadtparksee 18-Jähriger reanimiert

Nach dem schweren Badeunfall am Sonntag (4.8.) im Stadtparksee schwebt der 18-Jährige auch am Montag (5.8.) noch in Lebensgefahr.

18-Jähriger liegt im künstlichen Koma

Der junge Mann habe die Nacht überlebt und liege im künstlichen Koma, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ärzte bezeichneten seinen Zustand zunächst als stabil. Der 18-Jährige war am Sonntagnachmittag in dem See im Stadtteil Winterhude
untergegangen. Bereits am Samstag verunglückte ein 35-Jähriger im Eichbaumsee im Stadtteil Allermöhe. Auch er schwebte zu Beginn der Woche noch in Lebensgefahr.

Polizist und Rettungsschwimmer zufällig vor Ort

Ersten Ermittlungen zufolge war der 18-Jährige am Sonntag beim Schwimmen mit Freunden untergegangen. Medienberichten zufolge soll er bei einem Wettschwimmen mit Freunden gewesen sein, als er plötzlich aufgab und zum Ufer zurückschwamm. Die Polizei wollte dies auf dpa-Anfrage nicht bestätigen. Ein Polizist, der in seiner Freizeit zufällig am Ort des Geschehens gewesen und zugleich Rettungsschwimmer sei, habe den jungen Mann vom Grund des trüben Gewässers an die Oberfläche geholt. Der 18-Jährige wurde reanimiert und ins Krankenhaus gebracht. Ob der junge Mann mögliche Langzeitschäden erlitt, war am Montag ebenso unklar wie die Unfallursache.

35-Jähriger nach Kiez-Bummel im Eichbaumsee untergegangen

Ein weiterer Badeunfall in Hamburg ereignete sich am Samstag (3.8.) am Eichbaumsee. Der 35-Jährige war nach einem Kiez-Bummel ins Wasser gestiegen und untergegangen. Auch er musste wiederbelebt werden. Ein Rettungshubschrauber brachte den Mann in ein Krankenhaus, wo er am Montag unverändert in Lebensgefahr schwebte, wie die Polizei sagte.

DLRG: Selbstüberschätzung, Unkenntnis der Gefahren und mangelnde Schwimmfähigkeiten Ursache für Badeunfälle

Nach Einschätzung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind Übermut, Selbstüberschätzung, Unkenntnis der Gefahren und auch mangelnde Schwimmfähigkeiten die Hauptursachen für Badeunfälle. "Momentan ist es warm, und es zieht viele Menschen ans Wasser", sagte der Pressereferent der DLRG, Sebastian Löw, jüngst der dpa. "In den vergangenen Jahren hatten wir viele verregnete Sommer. Dementsprechend weniger Menschen sind ins Wasser gegangen - und entsprechend weniger sind ertrunken."

Wassertemperatur wird unterschätzt

Allein zwischen dem 1. und 10. Juli dieses Jahres hat sich die Zahl der Badetoten Löw zufolge mit 32 im Vergleich zu 2012 deutschlandweit verdoppelt. Der traurige Rekord sei besonders der großen Hitze geschuldet. Im vergangenen Jahr ertranken bundesweit 383 Menschen. Unterschätzt wird laut DLRG an Seen oft auch die Wassertemperatur. An der Oberfläche sei das Wasser warm, in tieferen Schichten aber kalt. Die Folge seien Krämpfe, die auch zu tödlichen Unfällen führen könnten. Unwägbare Gefahren drohten zudem aufgrund von starker Strömung und Strudel in fließenden Gewässern.

 

(dpa/mgä)